Lokales

Auf Possen Rudis Art

Freitag, 12. August 2022 - 09:30 Uhr

von Claudia Hieby

Die Mühlenbäcker freuen sich auf das Schaubacken an der Alten Mühle.

Reken. Brot backen wie in der guten alten Zeit und es dann auch noch nach Herzenslust genießen – das macht der Heimatverein Reken möglich. Am Sonntag, 14. August laden die „Mühlenbäcker“ zum Schaubacken in das Freiluftmuseum Alte Mühle in Groß Reken ein. Zwischen 14 und 18 Uhr sind die Pforten auf dem Mühlenberg für das Publikum geöffnet.

Im Mittelpunkt des Interesses steht das bäuerliche Backhues mit seinem alten Steinofen, den das Backteam um Bäckermeister Jörg „Fimpen“ Lütkebohmert schon am Samstag auf hohe Temperatur bringt.

Der Fahrplan für das Back-Event am Fuße der Turmwindmühle ist genau getaktet. In zwei Backgängen werden schon am Samstag zunächst etwa 50 Brote gebacken. Dieses Mal verarbeiten die Mühlenbäcker Original-Rezepte der Groß Rekener Bäckerfamilie Wiesweg. Einheimische kennen den Bäckermeister Rudolf Wiesweg senior aus dem Oberdorf besser als Possens Rudi. Seine Söhne Rudolf junior und Ernst erlernten das Backhandwerk ebenfalls. Neben ihrer münsterländischen Dorfbäckerei betrieben die „Possens“ einen kleinen Lebensmittelmarkt mit Grundnahrungsmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs.

Mit der Rückbesinnung auf Possens Rudi erinnern die Mühlenbäcker zugleich an die Zeit, als das tägliche Brot in Reken ausschließlich in einheimischen Bäckereien hergestellt wurde.

Ehrenamtliche Helfer des Rekener Heimatvereins bieten die am Samstag gebackenen Brote am Sonntag ab 14 Uhr als „Botteram“ zum Verzehr an – natürlich mit typisch münsterländischem Belag: also mit lufttrockenem Schinken, Käse, Griebenschmalz, Marmelade oder Honig. Dazu reichen sie ein „Kümpken Koffie“. Um die Kosten zu decken, sind Spendenbüchsen aufgestellt.

Am Sonntag befeuern die Heizer des Backteams den Steinofen um 11 Uhr ein zweites Mal, um dann ebenfalls nach altem Rezept 50 Rekener Schmalzbrote zu backen. Gegen 14 Uhr, werden die ersten 25 Brote in den heißen Steinofen eingeschossen und abgebacken. Der zweite Backgang erfolgt gegen 14.45 Uhr.

Das Rekener Schmalzbrot kann als ganzer Laib gegen eine Spende am Sonntag vor Ort erworben werden. Außerdem bietet Mühlen-Imker Reinhard Limberg Honig an.