Lokales

Gemeinsam gegen häusliche Gewalt

Freitag, 18. November 2022 - 09:30 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: Sinar 2

Mit einer Aktionswoche wird auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. Foto: colourbox.de

Borken. „Orange the World – Stand up for women!“ – so lautet das Motto der Orange Days, die jährlich vom 25. November – dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen – bis zum 10. Dezember – dem Tag der Menschenrechte – 16 Tage lang auf der ganzen Welt auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam macht. Die Kampagne der Orange Days wurde 1991 von Women’s Global Leadership ins Leben gerufen und stellt Orange als Farbe für Kraft und Widerstand in den Mittelpunkt.

In Deutschland wird etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und / oder psychischer Gewalt. Jeden Tag versucht ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten – an jedem dritten Tag gelingt ihm das. Diese Gewalt existiert in allen sozialen Schichten und in allen Altersklassen. Die Corona-Pandemie hat zu noch mehr häuslicher Gewalt geführt.

In Borken finden in diesem Jahr mehrere Veranstaltungen im Rahmen der Orange Days statt: Das Büro für Chancengleichheit der Stadt Borken hat gemeinsam mit der kfd St. Remigius und dem Soroptimist International Club Borken ein einwöchiges Aktionsprogramm organisiert. Unterstützt wurden sie hierbei auch vom Fachbereich Kultur und Weiterbildung der Stadt Borken.

Los geht es am Freitag, 25. November, um 16.30 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der Johanneskirche. Im Anschluss daran hält Silke Hempen, Leiterin des Frauenhauses Bocholt, um 17.30 Uhr im Kapitels-haus in Borken einen Vortrag zum Thema häusliche Gewalt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Am Dienstag, 29. November, lädt der Soroptimist International Club Borken um 19.30 Uhr in das Forum Mariengarden in Borken-Burlo ein. Gezeigt wird das Theaterstück „Ja heißt ja und…“ von Carolin Emcke. Seit #metoo wird anders über Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt geredet. Aber das Reden fällt immer noch schwer. Weil gesellschaftliche Gewohnheit, schamvolle Sprachlosigkeit und allgemeines Nicht-Glauben-Können immer wieder den Blick versperren. Friedenspreisträgerin und Publizistin Carolin Emcke spürt mit dem für die Schaubühne Berlin entstandenen Text ihrem eigenen Erleben nach. Anstelle von Eintritt wird um eine Spende für das Frauenhaus Bocholt gebeten.

Am Donnerstag, 1. Dezember, findet um 19 Uhr im Borkener 3Eck die kabarettistische Lesung „Frau zu sein bedarf es wenig“ von und mit Martina Bialas und Claudia Kociuki statt. Karten zum Preis von 9 Euro sind an der Abendkasse erhältlich, eine Reservierung ist möglich per Mail an 3eck@borken.de. Hier geht es unter anderem um Themen wie Pläne und Scheitern und das Frauenbild im Wandel der Zeit.

Den Abschluss des Aktionsprogramms bildet am Freitag, 2. Dezember, um 18 Uhr die Stadtführung „Frauen schreiben Geschichte“. Bei der Innenstadtführung liegt der Fokus auf der Geschichte Borkener Frauen. Eine Anmeldung ist erforderlich bei der Tourist-Information.