Verbrauchertipps

Genug für die Pflege im Alter?

Freitag, 26. Juni 2020 - 08:00 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: SYSTEM

Das Thema Vorsorge für die Pflege im Alter wird oft verdrängt. Foto: akz-o

Borken (spp-o/hie). 63 Prozent der Bundesbürger über 55 Jahre können nicht einschätzen, wie viel Geld sie für ihre Pflege im Alter benötigen. Das Thema Pflegefinanzierung ist ihnen schlicht zu kompliziert. Das zeigt die Studie „Pflege im Alter 2019“ der mhplus Krankenkasse und der SDK Süddeutsche Krankenversicherung a.G., für die rund 1.000 Bundesbürger ab 55 Jahren befragt wurden.

Zwei Drittel der Studienteilnehmer sind überzeugt, dass eine gute Betreuung im Pflegefall viel zu teuer sei. Aber was tun, wenn der Pflegefall eintritt?

Eine finanzielle Unterstützung durch die eigenen Kinder lehnen 69 Prozent der Befragten ab. Vielmehr verlassen sich mehr als die Hälfte auf die gesetzlichen Pflegeleistungen.

Doch diese reichen häufig nicht aus, um sich gegen finanzielle Risiken rundum abzusichern. Wer dies möchte, sollte an eine private Zusatzversicherung denken. „Eine private Pflegezusatzversicherung als Ergänzung zur gesetzlichen ist sinnvoll. So kann der Eigenanteil, der ja bei einer Absicherung nur über die gesetzliche oder private Pflegekasse anfällt, deutlich verringert werden“, sagt SDK-Vorstand Olaf Engemann. „Im Idealfall wird die Versorgungslücke sogar ganz geschlossen.“