Münsterland

„Häppy bärthday“

Freitag, 17. Juni 2022 - 09:00 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: SYSTEM

Museumsleiterin Eva Gutersohn hat die knuddeligen Stofftiere zur Geburtstagsfeier liebevoll zusammengestellt.

Rhede. 120 Jahre Teddybär – das muss gefeiert werden im Spielzeugmuseum Max und Moritz in Rhede. Museumschefin Eva Gutersohn fiel es nicht schwer, aus ihren großen, über Jahrzehnte aufgebauten, meist antiken „Fundsachen“ eine Sonderausstellung aufzubauen, die ihresgleichen sucht.

Im Jahr 1902 gab es den ersten Bären aus dem Hause Steiff, das immer noch einen großen Namen für Puppen und Plüschtiere aller Art hat. Der „Teddy“ als Name wurde etwas später im Jahr 1903 kreiert, erzählt Eva Gutersohn in ihrer Ausstellung: Ein Händler aus den USA hatte bei Steiff 3000 Stoffbären bestellt. Denn US-Präsident Theodor (Teddy) Roosevelt hatte sich bei einer erfolglosen Jagd offenbar geweigert, auf einen Bären zu schießen, der wohl angeleint war und ihm vor die Flinte laufen sollte. So zeigt es eine Karikatur. „Teddy“ wurde nach dem Präsidenten genannt und erlangte Weltruhm.

Im Spielzeugmuseum von Max und Moritz trifft sich zum 120. Geburtstag die gesamte Bärenfamilie. Opa Klaus hat dazu eingeladen, erzählt Eva Gutersohn. Und sie hat zum Festtag eine fünfseitige Geschichte aufgeschrieben, die sie ihren Besuchern vorliest. Oma Bärta ist dabei, Onkel Ben, Vetter Bärthold, Nichte Kunigunde, Enkel Zotty, klein Erna und die ganze Bärenschar. Alle sind aktiv am Geburtstag. Nach dem Ständchen gibt es Bollerwagenrennen, Kasperletheater, es wird gekegelt, und alle treffen sich zum Ringewerfen. Danach wird geschaukelt, und auf dem Grill glüht so langsam schon die Kohle. Festtagsschmaus am besonderen Bärentag.

Drei Vitrinen verkünden im Museum außerdem jede Menge Geschichtliches, das Eva Gutersohn zusammengestellt hat.

DasSpielzeugmuseum Max und Moritz ist dienstags, mittwochs, donnerstags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.