Lokales

„Happy Birthday“

Freitag, 19. Februar 2021 - 09:05 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: SYSTEM

Trotz aller Unwägbarkeiten durch die Corona-Pandemie freut sich die Hausleitungsrunde der Jugendburg auf das Jubiläum. Foto: Jugendburg

Gemen (pd). Keiner hat das Schlossgespenst „Cordula“ jemals gesehen – aber die Geschichte um den Poltergeist, die gibt es wirklich. Die Burg Gemen kann auf eine 900-jährige Geschichte zurückblicken – von der das Bistum Münster die Historie der letzten 75 Jahren mitgeschrieben hat. Denn auf Initiative des damaligen Bischofs Clemens August Kardinal von Galen wurde das Schloss 1946 von den Grafen Landsberg-Velen an das Bistum verpachtet. Seither wird es als Jugendbildungsstätte genutzt – übrigens die einzige in Trägerschaft des Bistums Münster. Hausherr ist seit dem vergangenen Sommer Burgkaplan Ralf Meyer. Zusammen mit seinem Team hat er ein Jubiläumsprogramm festgezurrt – coronakonform und unter Vorbehalt.

Am Samstag, 20. März, wird Münsters Bischof Dr. Felix Genn zu einem Gottesdienst erwartet. „An der Messe nehmen nur die Angestellten der Burg teil“, betont der Burgkaplan. Vertreter aus Politik und Gesellschaft sind eingeladen, den Gottesdienst im Livestream zu verfolgen.

Während des Sommers soll es jeweils an einem Sonntagabend im Monat ein Open-Air-Konzert auf dem Burggelände geben. Musikgruppen sind bereits verpflichtet, auf Eintritt wird verzichtet: „Das ist unser Geschenk an die Region“, erklärt der Burgkaplan. Für den 13. Juni ist ein „Tag der offenen Burg“ geplant. Was am Ende wirklich stattfinden kann, da ist Ralf Meyer selbst gespannt. Doch wollen er und sein Team sich nicht unterkriegen lassen – und demonstrieren Zuversicht: „Absagen geht immer noch.“