Münsterland

„Impression Depression“

Freitag, 7. Januar 2022 - 09:00 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: SYSTEM

Depressionen besser verstehen lernen.

Vreden. Es gibt mehr als vier Millionen Betroffene in Deutschland – damit handelt es sich bei Depression um eine Volkskrankheit. Allerdings gilt für viele das Thema noch immer als Tabu. Die Wanderausstellung „Impression – Depression– eine Virtual-Reality-Erfahrung“ der Robert-Enke-Stiftung will daher zu einem offeneren Umgang mit dieser Krankheit beitragen. Am Freitag und Samstag, 14. und 15. Januar, macht sie Station im kult Westmünsterland in Vreden. Der ehemalige Nationaltorwart Robert Enke hatte 2009 nach langer schwerer Depression seinem Leben durch Suizid ein Ende gesetzt. Seine Ehefrau Theresa Enke hat daraufhin eine Stiftung ins Leben gerufen, die den Namen ihres Mannes trägt und sich zum Ziel gesetzt hat, über das Krankheitsbild Depression zu informieren und präventiv tätig zu werden.

In der im kult gezeigten Ausstellung werden einzelne Facetten der Gedanken- und Erlebenswelt des ehemaligen Nationaltorwarts Robert Enke mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille, Kopfhörern und Bleiweste dargestellt. Die Besucherinnen und Besucher können dadurch krankheitstypische Symptome wie Antriebslosigkeit, Grübeln oder Ausweglosigkeit in einer Selbsterfahrung realitätsnah miterleben. Vormals oder akut depressiv Erkrankte sollen nicht an der VR-Erfahrung teilnehmen. Das Projekt wird durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Robert-Enke-Stiftung“ durchgeführt und vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Borken begleitet.

Die Teilnahme an der Ausstellung dauert mit Vorinformation, VR-Erfahrung und Nachbesprechung etwa eine Stunde und ist kostenfrei. Eine verbindliche Voranmeldung ist jedoch notwendig. Termine können im kult Westmünsterland unter 02861/681-1415 gebucht werden. Es gelten die zu dem Zeitpunkt wirksamen Corona-Schutzvorgaben.