Münsterland

In einem Rutsch nach Münster

Freitag, 26. Februar 2021 - 11:05 Uhr

von Claudia Hieby

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Ortstermin an der Baustelle: Manfred Ransmann, Leiter der Regionalniederlassung Münsterland von Straßen.NRW (r.) und der langjährige Sprecher und Vorsitzende der Unternehmerinitiative B67n, IHK-Vizepräsident Heinrich-Georg Krumme.

Borken (hie). Sind Sie schon einmal im Nachmittags-Berufsverkehr von Münster nach Borken unterwegs gewesen? Wenn ja, dann kennen Sie sicher den gefährlichen Rückstau auf der Autobahn, wenn Sie in

„Die Strasse ist die Lebensader des Westmünsterlandes“

Dülmen abfahren wollen. In der Fahrschule lernt man zwar, dass man bei einem Rückstau vor einer Abfahrt einfach weiterfahren und die nächste nehmen soll – aber wer will schon bis nach Haltern auf der Autobahn bleiben?

Diese Situation wird es ab Ende nächsten Jahres zum Glück nicht mehr geben. Dann ist der erste Bauabschnitt vom Lückenschluss der B67n fertig: Autofahrer können dann bereits an der neuen Autobahn-Anschlussstelle Dülmen-Nord direkt auf die B67n auffahren und die ersten fünf Kilometer bis in Höhe der Bahnstrecke Dülmen-Coesfeld auf der neuen Straße bleiben. Bereits im ersten Quartal 2023 soll dann der zweite Bauabschnitt fertig sein, runde drei Kilometer weiter bis zur zukünftigen Anschlussstelle Dülmen-Merfeld.

Für IHK-Vizepräsident Heinrich-Georg Krumme, der seit ihrer Gründung im November 2004 an der Spitze der Unternehmerinitiative für die B67n steht, ist die Straße die „Lebensader des Westmünsterlandes“. Er bezeichnet den Bau als „Generationenprojekt“ und freut sich, dass in vier Jahren dann endlich alles fertig sein soll: „Angesichts der mittlerweile ein halbes Jahrhundert andauernden Planungs- und Baugeschichte der B67 n ist das ja fast schon Übermorgen“, scherzt Krumme. Er bedankt sich für alles, was die Straßenbauer bis heute für die Region geleistet haben und für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. „Insbesondere der Landwirtschaft bin ich sehr dankbar, dass sie trotz der großen Herausforderungen immer ein fairer und konstruktiver Partner war.“

Das westliche Münsterland wird am Ende lückenlos und kreuzungsfrei an die A43 /A1 angebunden sein. Von Bocholt nach Münster – das kann man dann in einer guten Stunde schaffen. Praktisch für einen Einkaufsbummel, überlebenswichtig für viele Unternehmen, die dann schneller und sicherer ans Ziel kommen.

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Es gibt insgesamt vier Bauabschnitte: Ende 2022 ist das erste Stück fertig.

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Eine von 22 Brücken entsteht. Fotos: hie

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Die neue Strecke ist gut zu erkennen.