Münsterland

„Kann das weg?“

Freitag, 21. Mai 2021 - 08:00 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: LISA

Auch viel Selbstgemachtes aus dem 20. Jahrhundert ist in der Ausstellung im kult zu finden.

Vreden (hie). Was haben eine mehrfach geflickte Kittelschürze oder eine alte, mit Draht umwickelte Kuchenform im Museumsdepot des kult Westmünsterland in Vreden zu suchen? „Gerade kulturhistorische und volkskundliche Museen haben Magazine voller Objekte, die den Menschen aus dem eigenen oder dem Alltag ihrer Eltern und Großeltern bekannt sind“, erläutert kult-Leiterin Corinna Endlich. „Das ist auch genau richtig, denn diese Gegenstände machen das kulturelle Erbe einer Region aus“, betont sie. Das Sammlungskonzept eines Museums legt fest, welche Exponate für die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauses wichtig sind und somit gesammelt werden. Um die Unterschiede zwischen dem privaten und dem professionellen musealen Sammeln aufzuzeigen, fragt das kult in seiner neuen Kabinettausstellung: „Kann das weg?“. Unter diesem Leitmotto stellt das kulturhistorische Zentrum jetzt unterschiedliche Objekte aus, die beschädigte Oberflächen haben, zusammengebastelt, verdrahtet oder repariert sind.

Die Zusammenstellung der Objekte richtet den Blick auf das Unscheinbare, das Beliebige, den erkennbaren Defekt –und den musealen Wert. „Jedes einzelne Stück erzählt seine ganz eigene persönliche Geschichte und gibt uns damit Auskunft über das Leben der Menschen hinter diesem Gegenstand“, erläutert die Kuratorin der Ausstellung, Dr. Annette Menke.