Lokales

Klimaschutz in der Stadt

Freitag, 17. September 2021 - 09:00 Uhr

von Ruth Meyer

Foto: Aleksandr Volkov

Bunte Gärten in urbanen Bereichen verbessern das Mikroklima. Foto: colourbox

Borken (pd). Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Digitalisierung der Stadt Borken wurden am 1. September zwei neue Förderprogramme der Stadt vorgestellt: „Grüne Dächer und Fassaden“ und „Bunte Gärten“. Gefördert werden Maßnahmen der Dach- und Fassadenbegrünung durch Privatpersonen und Gewerbetreibende sowie die Umwandlung von Schottergärten und versiegelten Flächen in naturnah gestaltete Flächen. Beide Programme haben insbesondere das Ziel, einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Klimafolgenanpassung, zur Förderung der Biodiversität und zur Aufwertung des Stadtbildes zu leisten.

Förderprogramm „Grüne Dächer und Fassaden“

Das Land Nordrhein-Westfalen hat der Stadt Borken Mittel in Höhe von insgesamt 100.000 Euro aus dem Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ im Rahmen der Corona-Hilfe für Maßnahmen der Dach- und Fassadenbegrünung gewährt. Für das Jahr 2021 stehen Mittel in Höhe von 40.000 Euro und weitere 60.000 Euro für das Jahr 2022 zur Verfügung.

Gefördert werden die sach- und fachgerechte sowie freiwillig durchgeführte Anlage von extensiven Dach- und Fassadenbegrünungen durch private Haushalte und Gewerbetreibende. Eine Förderung kommt für Gebäude einschließlich ihrer Nebenanlagen in Betracht, die zu Wohn- und Gewerbezwecken genutzt werden und vor mehr als fünf Jahren errichtet wurden. Die Förderung beträgt höchstens 30 Euro je Quadratmeter und pro Maßnahme ist ein Eigenanteil in Höhe von 50 Prozent der als zuwendungsfähig anerkannten Ausgaben zu erbringen.

Förderanträge können ab sofort – auch schon für Maßnahmen, die im Jahr 2022 umgesetzt werden sollen –, spätestens jedoch bis zum 15. Februar 2022 gestellt werden.

Förderprogramm „Bunte Gärten“

Als freiwillige Leistung stellt die Stadt Borken im Haushaltsjahr 2021 Mittel in Höhe von insgesamt 15.000 Euro für die Umwandlung von Schottergärten und versiegelten Flächen in naturnah gestaltete Gärten auf insbesondere für Wohnzwecke genutzten Grundstücken zur Verfügung. „Solche Maßnahmen wirken beispielsweise der Entstehung von innerstädtischen Wärmeinseln entgegen, leisten einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas und verbessern die Klimaresilienz der Stadt Borken“, erklärt Stephan Ohlmeier.

Die Förderung ist auf höchstens 25 Euro je Quadratmeter, jedoch insgesamt maximal auf 750 Euro je Antrag begrenzt. Zudem ist ein finanzieller Eigenanteil in Höhe von mindestens 20 Prozent der zuschussfähigen Leistungen zu erbringen.

Förderanträge können ab sofort und bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres gestellt werden.

Bei beiden Förderprogrammen ist zu beachten, dass mit der Maßnahme nicht vor der Bewilligung durch die Stadt Borken begonnen werden darf. Als Maßnahmenbeginn gelten die Auftragserteilung an Unternehmen sowie der Beginn der Ausführung in Eigenleistung.

Weitere Einzelheiten zu den neuen Förderprogrammen und die Antragsformulare finden sich unter https://www.borken.de/foerderprogramme-klimaschutz.

Ansprechpartner im Fachbereich Bau- und Fördermittelmanagement der Stadt Borken für Rückfragen zu den Förderprogrammen: Stephan Ohlmeier, Fachbereichsleiter, Telefon: 02861/939-438, E-Mail: stephan.ohlmeier@borken.de und Heike Rottstegge, Sachbearbeiterin, Telefon: 02861/939-136, E-Mail: heike.rottstegge@borken.de