Münsterland

Kunst aus „kaltem Glas“

Freitag, 2. September 2022 - 09:30 Uhr

von Claudia Hieby

„King Charles Spaniel“ von Marta Klonowska.

Foto: Stephan Wieland

Lette. Berührende Zerbrechlichkeit und messerscharfe Härte, leuchtende Farbigkeit und glänzende Klarheit – Glas bietet fantastische Möglichkeiten, Kunstwerke von großer Aussagekraft mit ästhetischer und technischer Brillanz zu schaffen. Dabei setzen die Kunstschaffenden, die mit Glas arbeiten, nicht allein auf bekannte Arbeitsprozesse wie das Gießen und Blasen des geschmolzenen Glases. So kann das Glas, wenn es erkaltet ist, bei Raumtemperatur und ohne weitere Wärmeeinwirkung mittels unterschiedlicher Methoden auch technisch weiterbearbeitet werden, z.B. durch Schneiden, Schleifen, Polieren, Gravieren, Ätzen, Laminieren, Kleben, Sandstrahlen, Verdrahten und Bemalen. Diese Veredelung des ausgekühlten Glases wird unter dem Sammelbegriff „Kaltglastechniken“ zusammengefasst.

Kunstwerke aus diesem sogenannten „kalten Glas“ sind bis Januar 2023 in der neuen Ausstellung „Kalt! Kunstwerke der Kaltglastechnik“ im Glasmuseum Lette zu sehen sind.

Zu den ausgestellten Künstlern zählt z.B. Marta Klonowska, die mit ihren Tierskulpturen und Installationen seit Jahren auf dem internationalen Kunstmarkt großen Respekt genießt. Nach Motiven auf alten Gemälden konstruiert sie naturalistische Tiere und Figuren mittels Metallgerüste, auf denen sie zahllose, exakt zugeschnittene farbige Glasscherben und -stäbe zusammenfügt. Wie durch Magie verwandelt sie das kalte, starre Glas so in weiche, lebendige Körper.

Das Museum ist immer Mittwoch und Samstag von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter www.glasmuseum-lette.de.