Filme

„Narziss und Goldmund“ ab 12. März im Kino

Freitag, 6. März 2020 - 09:00 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: SYSTEM

Der asketische und tiefreligiöse Klosterschüler Narziss (Sabin Tambrea). Foto: Sony Pictures

Borken (hie). Zwei konträre Lebensentwürfe und Charaktere bilden den Kern der Geschichte von Narziss und Goldmund. Da ist auf der einen Seite der asketische und tiefreligiöse Klosterschüler Narziss (Sabin Tambrea), auf der anderen Seite der junge, ungestüme Goldmund (Jannis Niewöhner), der von seinem Vater ins mittelalterliche Kloster Mariabronn gebracht wird. Narziss hat sich den strengen Klosterregeln und dem damit verbundenen entsagungsvollen Leben mit jeder Faser seines Herzens verschrieben und Goldmund versucht zunächst, ihm nachzueifern. Schnell entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden so unterschiedlichen Jungen. Doch Narziss erkennt, dass Goldmund einen anderen Weg gehen muss: Sein temperamentvoller und lebenslustiger Freund ist für das karge Klosterleben nicht geschaffen und er bestärkt ihn darin, die Abtei zu verlassen. So begibt sich Goldmund auf eine rastlose Wanderschaft. Er erlebt Jahre voller Glück, Freiheit und Zufriedenheit, aber auch Elend, Krieg, Tod und die tödliche Pestepidemie. Viele Frauen kreuzen seinen Weg, bis er in Lene (Henriette Confurius) seine große Liebe findet. Und auch als Künstler reift er und findet so Erfüllung. Doch dann kommt es unter dramatischen Umständen zu einem erneuten Treffen der beiden Männer, das ihre Freundschaft auf die Probe stellen wird…

Hermann Hesses Roman „Narziss und Goldmund“ erschien 1930, wurde in ü̈ber 30 Sprachen übersetzt und gehört zu seinen erfolgreichsten Büchern. Der Widerspruch zwischen Körper und Geist, den er in der Beziehung der beiden Hauptfiguren zu einen versucht, macht die Erzählung zu einer der bewegendsten Freundschaftsgeschichten der Weltliteratur. Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher“, „Anatomie“) bringt den Jahrhundertroman bildgewaltig auf die Leinwand.