Münsterland

Studieren in der Pandemie

Freitag, 21. Mai 2021 - 06:30 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: SYSTEM

Viele Studierende fühlen sich zurzeit einsam und isoliert. Foto: FH Münster

Münster (hie). Eine feste Struktur im Alltagsleben – das fehlt zurzeit vielen, da sie entweder gar nicht arbeiten können oder im Homeoffice die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verwischen. So geht es auch Studierenden, die seit über einem Jahr kaum noch Lehrveranstaltungen in Präsenz besuchen können und die meiste Zeit ihres Studiums allein zu Hause vor ihrem Rechner verbringen. Wie genau sich die Pandemie auf die allgemeine Lebenssituation, die Stimmung und das Arbeitsverhalten der angehenden Akademiker auswirkt, beleuchtet eine Studie der FH Münster, für die knapp 1.800 Studierende befragt wurden. „Wir wollten unter anderem herausfinden, in welchen Bereichen Bedarf für Unterstützung besteht und Ansatzpunkte für Hilfsangebote identifizieren“, erläutert Prof. Best.

Der Mehrzahl der Befragten fehle insbesondere der Kontakt zu Mitstudierenden. „Es wird vielfach eine Übersättigung mit Online-Veranstaltungen und -konferenzen beschrieben, die dazu führt, dass Möglichkeiten der Online-Kontaktaufnahme im privaten Bereich weniger genutzt werden“, sagt Best. Insbesondere im zweiten Lockdown reagierten einige Studierende eher resigniert und erlebten bislang erfolgreich genutzte Strategien nicht mehr in gleichem Maße als hilfreich wie zu Beginn der Pandemie. „Wir werden Angebote für alle FH-Studierenden erarbeiten, die sie bei der Entwicklung individueller Strategien und einer hilfreichen Tagesstruktur unterstützen sollen“, erklärt Prof. Waschull.