Lokales

Über 280 erfolgreiche OP’s

Freitag, 31. Dezember 2021 - 08:09 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: Christian Dangelmaier

Dr. Klaus Schade, leitender Arzt für den Fachbereich Schilddrüsenchirurgie im St. Marien-Hospital Borken, freut sich über die hohe Patientenzufriedenheit .

Borken. Seit Januar 2020 leitet Dr. Klaus Schade den Fachbereich für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie im St. Marien-Hospital Borken. Allein in diesem Jahr sind bereits über 280 Operationen erfolgreich durchgeführt worden.

In seiner Schilddrüsensprechstunde berät der Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie und Notfallmedizin über 500 Patientinnen und Patienten pro Jahr und bedient damit ein deutlich überregionales Einzugsgebiet.

„Ich freue mich sehr, dass wir meinen Fachbereich in Borken innerhalb so kurzer Zeit erfolgreich etablieren konnten. Gemeinsam mit einem eingespielten Team aus Assistenzarzt, OP-Pflegekräften, dem Anästhesisten und der Anästhesiefachpflegekraft sorgen wir dafür, dass unser Patient stets der wichtigste Mensch im OP-Saal ist. Ihm gehört all unsere Konzentration, Professionalität und Fürsorge“, berichtet der leitende Fachbereichsarzt Dr. Klaus Schade.

Jedoch wird bei Problemen mit der Schilddrüse nicht in jedem Fall operiert. Vom Hausarzt mit Labor, Sonographie (Ultraschall) und gegebenenfalls einer Szintigraphie (bildgebende Darstellung der Funktionsaktivitäten) voruntersucht, wird jeder Patient in der speziellen Schilddrüsensprechstunde zu konservativen und operativen Möglichkeiten beraten. „Jeder meiner Patienten erhält von mir eine individuelle Therapieempfehlung. Gut informiert entscheidet dann jeder für sich selbst über die gewünschte Vorgehensweise“, so Schade weiter.

Medikamentös nicht einstellbare Schilddrüsenerkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie der Morbus Basedow erfordern jedoch häufig eine Operation, um die Krankheitsursache definitiv zu beseitigen. Eine Operation ist dann nötig, wenn Tabletten oder Radiojodtherapie nicht mehr ausreichen.

Auch Schilddrüsenvergrößerungen, die zu Schluckstörungen oder Luftnot führen sowie bei Knoten mit begründetem Verdacht auf Bösartigkeit ist eine OP unumgänglich.

Der Schilddrüsenspezialist ergänzt: „Eine Herausforderung bei einer Schilddrüsenoperation besteht darin, die Nebenschilddrüsen zu erhalten, da sie für den Calcium-Stoffwechsel wichtig sind. Besondere Beachtung gilt dem Stimmnerv, der absolut schonend von der Schilddrüse abpräpariert werden muss.

Dies erfordert besonderes Fingerspitzengefühl, Präzisionsarbeit und viel Erfahrung. Die Operation erfolgt unter elektrischer Funktionskontrolle der Stimmnerven, dem sogenannten „Neromonitoring.“

Schade und sein Team in minimalinvasiver Technik: dies bedeutet kleine Zugangswunden und gewebeschonendes Arbeiten. Der Patient profitiert in Form einer schmerzarmen Behandlung mit gutem kosmetischen Ergebnis.