Münsterland

Überlebenskünstler Mensch

Freitag, 28. August 2020 - 08:00 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: Christoph Steinweg

Kulturelle Evolution: Die Museumsgäste können einer Schamanin beim Geschichtenerzählen zusehen und in einem Setzkasten verschiedene Erfindungen des Menschen entdecken. Foto: LWL/Steinweg

Münster (hie). In seiner 300.000-jährigen Geschichte hat der moderne Mensch eines bewiesen: Er ist ein Überlebenskünstler. Das stellen Menschen immer wieder durch Erfindungsreichtum unter Beweis. Die Sonderausstellung „Überlebenskünstler Mensch“ im LWL-Museum für Naturkunde in Münster widmet sich diesem Thema und sucht nach Antworten auf Fragen rund um die Spezies Mensch.

Die Besucher lernen den Menschen in all seinen Facetten kennen. Dabei spannen die drei Ausstellungsmacherinnen Lisa Klepfer, Dr. Ramona Dölling und Dr. Hanna Rüschhoff einen Bogen von den Anfängen des Homo sapiens als Jäger und Sammlerin bis hin zur möglichen Besiedlung des Mars durch die Menschheit.

„Die Ausstellung wird getragen durch vier Leitfragen. Was macht uns aus? Wo kommen wir her? Wie haben wir uns ausgebreitet? Wohin gehen wir? Um diese Fragen zu beantworten, beleuchten wir die Kerneigenschaften des Menschen, wie die Sprache oder Spiritualität. Wir stellen verschiedenste Lebensräume vor, in denen wir vorkommen und fragen nach der Zukunft unseres Planeten, “ so Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des LWL-Museums für Naturkunde.

Viele Originalobjekte in der Ausstellung dienen als Zeugen dieser Entwicklung, wie zum Beispiel ein Original-Kompass, den der berühmte Polarforscher Robert Falcon Scott auf seiner Antarktis-Expedition eingesetzt hat. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehört eine geologische Probe, die der Forscher Alexander von Humboldt von seinen Expeditionen mitgebracht hat. Und die älteste Schrift der Menschheit wird gezeigt: eine Schrifttafel aus dem mesopotamischen Uruk.

Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr.