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Wo Schäferhunde toben dürfen

Freitag, 22. Mai 2020 - 09:00 Uhr

von Marie-Therese Gewert

Foto: SYSTEM

Freuen sich darüber, dass das Leben auf den Hundeplatz zurückkehrt (v.l.): Johannes Holthausen, Heinz Böckenberg und Klaus Löbbing mit seiner Schäferhündin Zora.Foto: mtg

Hülsten (mtg). Auf dem Hundeplatz in Reken-Hülsten war kein Hundegebell mehr zu hören: Der Vereins für Deutsche Schäferhunde der Ortsgruppe Reken musste den Übungsbetrieb einstellen, Prüfungen absagen.

„Alle wollten, keiner durfte“, meint Heinz Böckenberg, Kassenwart des Vereins. Er spürt deutliche Verluste in der Kasse. „So geht es wohl den meisten Vereinen“, merkt auch Johannes Holthausen, erster Vorsitzender, an.

Zwar blieb der Platz auch über die Corona-Zeit für Vereinsmitglieder geöffnet. Doch es war schon ein anderes Gefühl. Maximal zwei Personen aus einem Haushalt mit Hund durften vorbeischauen –aber keinen Sport ausüben. Der Haken: „Unsere Sport-Hunde müssen sich bewegen und beschäftigen. Sie sind keine Stubenhocker, die im Wohnzimmer dösen und sich ausruhen“, erklärt Holthausen. Auslastung hilft den Hunden, ausgeglichen zu bleiben. Manches Mitglied machte lange Fahrradtouren oder ging mit den Hunden auf Wanderschaft.

Beschäftigt werden sie durch Übungen wie „Apportieren, Bringholz und Unterordnung“. Training, um nicht auf Beute loszugehen. Bärbel Wübbeling bietet im Verein mit vollem Einsatz Agility-Training an. All das war jetzt tabu.

„Wir Menschen verstehen, was Sache ist“, sagt Klaus Löbbing vom Vorstand. Seiner Hündin Zora alles zu erklären? Für sie bleibt es wohl unverständlich. Ein Glück, dass es nur für kurze Dauer war: Kürzlich hat die Landesgruppe NRW entschieden, dass der Betrieb im Hundesportverein wieder aufgenommen werden darf. Weitere Informationen unter www.sv-og-reken.de