Lokales

„Yuliia und Nataliia sind ein Riesengewinn!“

Freitag, 17. Juni 2022 - 09:00 Uhr

von Claudia Hieby

Foto: SYSTEM

Yuliia und Nataliia sind erst einmal in Sicherheit.

Maria Veen. Yuliia Dorosh und Nataliia Petryk wohnen erst seit kurzem in Reken. Die beiden jungen Frauen sind nach dem Angriff russischer Truppen auf das Atomkraftwerk Saporischschja Anfang März mit Yuliias Mutter und mit einer weiteren Freundin aus der Ukraine über Polen nach Münster geflohen. Ein ukrainischer Priester vermittelte die vier Frauen nach Reken, wo sich Albert Paus und die Flüchtlingshilfe „Menschen für Reken“ um die Neuankömmlinge kümmerten.

Yuliia und Nataliia arbeiten in der Eis Lounge Maria Veen, einem Inklusionsbetrieb am Benediktushof. „Es gefällt uns hier sehr gut“, sagen sie und sind froh, direkt eine Arbeit gefunden zu haben. Sie möchten niemandem zur Last fallen, wollen ihr eigenes Geld verdienen. „Beide haben Lust zu arbeiten, sie arbeiten schnell und gut, und sie sind blitzgescheit – einfach ein Riesengewinn für uns“, freut sich Elisabeth Kranz, die Betriebsleiterin der Eis Lounge, über die neuen Mitarbeiterinnen.

Nach Feierabend pauken Yuliia (19, College-Studentin in der Ukraine) und Nataliia (21, Mitarbeiterin in einem ukrainischen Naturpark) deutsch. Sie sind ehrgeizig, verbessern ihre Sprachkenntnisse kontinuierlich. Wenn es im Gespräch mit Einheimischen irgendwo hakt, hilft das Smartphone mit dem Google-Übersetzer. Gerne sind die jungen Frauen mit Fahrrädern unterwegs, besuchen das Freibad in Reken, fahren mit der Bahn nach Essen, Köln oder Münster. In Münster halten sie Kontakt zur ukrainischen Gemeinde.

Die Ukrainerinnen sind dankbar für die Hilfe und Unterstützung, die sie in Reken bekommen. Wenn es in der Ukraine wieder sicherer für sie ist, möchten sie gerne zurück.