Von der Seitenlage bis zum Defibrillator – Jugendliche bestehen Sanitätsausbildung beim DRK.
Reken. Mit viel Engagement und Teamgeist absolvierten die Jugendlichen des Jugendrotkreuzes (JRK) kürzlich ihre Grundausbildung im Sanitätsdienst (HGA-SAN). An zwei intensiven Wochenenden lernten sie nicht nur die Grundlagen des Sanitätsdienstes kennen, sondern sammelten auch wertvolle praktische Erfahrungen für den Einsatzfall. Vom richtigen Verhalten am Unfallort bis hin zur Betreuung von Patienten reichte das Programm. Auch das sogenannte ABCDE-Schema, ein strukturiertes Vorgehen zur Untersuchung von Patienten, wurde Schritt für Schritt vermittelt – vereinfacht, aber ganz wie bei den Profis im Rettungsdienst.
Der erste Ausbildungstag stand ganz im Zeichen des bewusstlosen Patienten. Neben der stabilen Seitenlage trainierten die Teilnehmenden auch die Reanimation, inklusive Beatmung mit Beutel und dem Einsatz eines automatisierten Defibrillators (AED). Nach jeder Übung konnten die jungen Sanitäter auf einem Ausdruck sehen, wie effektiv ihre Wiederbelebung war – ein motivierendes Feedback.
Auch an den folgenden Tagen ging es praxisnah weiter: Blutdruck- und Pulsmessen, Fallbeispiele, Herz-Kreislauf-Notfälle – die Themen waren vielfältig. Beim zweiten Ausbildungswochenende rückten dann Verletzungen und die richtige Versorgung in den Mittelpunkt. An verschiedenen Stationen wurden Schienen angelegt, Halskrausen geübt und realistische Fallbeispiele durchgespielt. Den Höhepunkt bildete ein großer Übungseinsatz, bei dem elf Teilnehmende gemeinsam einen Patienten versorgten – strukturiert, ruhig und als eingespieltes Team. Dabei kam sogar der Krankentransportwagen (KTW) des DRK-Ortsvereins zum Einsatz.
Für besondere Unterstützung sorgten zwei Kameraden der Feuerwehr Reken, die beim großen Abschlussfallbeispiel mitwirkten. Zum Schluss meisterten alle Jugendlichen erfolgreich ihre schriftliche und praktische Prüfung.
Versorgung von Notfallpatienten in der Gruppe.