Lokales

Schwimmreif mit System

28.09.2026

Das Gymnasium Remigianum wurde mit dem Sonderpreis des Förderpreises „DLRG & Schule“ ausgezeichnet. Foto: DLRG e.V.

Das Gymnasium Remigianum wurde mit dem Sonderpreis des Förderpreises „DLRG & Schule“ ausgezeichnet. Foto: DLRG e.V.

© DRE

Borken. Das Gymnasium Remigianum in Borken ist eine von zehn Schulen in Deutschland, die 2026 mit dem Sonderpreis des Förderpreises „DLRG & Schule“ ausgezeichnet wurden. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) würdigte damit das besondere Engagement der Schule für den Schwimmunterricht und die Ausbildung von Kindern zu sicheren Schwimmern.

Auszeichnung für vorbildlichen Schwimmunterricht

DLRG-Präsidentin Ute Vogt betonte bei der Verleihung die Bedeutung der Schwimmausbildung: „Wer schwimmen kann, hat eine lebenswichtige Kompetenz hinzugewonnen. Umso wichtiger ist es, möglichst vielen Kindern den Zugang zu einer guten Schwimmausbildung zu ermöglichen.“ Angesichts der Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Kinder am Ende der Grundschule noch nicht sicher schwimmen können, brauche es noch mehr engagierte Schulen wie das Remigianum.

Schwimmunterricht von Klasse 5 bis zur Oberstufe

Am Gymnasium Remigianum kommen Schülerinnen und Schüler von der fünften Klasse bis in die Oberstufe regelmäßig ins Wasser. Bereits in den Jahrgängen fünf und sechs wird erfasst, wer bereits sicher schwimmt und wer noch Unterstützung benötigt. Für Anfänger bietet die Schule zusätzliche Angebote wie die AG „Von Null auf Bronze“.

Das Schwimmkonzept baut jahrgangsweise aufeinander auf, wobei jede Stufe eigene Ziele verfolgt. Pro Termin stehen den Schülerinnen und Schülern 60 bis 70 Minuten im Wasser zur Verfügung. In der Rettungsschwimm-AG lernen Jugendliche, wie sie anderen im Notfall helfen können. Ergänzt wird das Angebot durch Kanufahren und Tauchen.

Praxiserfahrung bei Klassenfahrten am Wasser

Die im Unterricht erworbenen Fähigkeiten kommen auch bei außerschulischen Aktivitäten zum Einsatz. 2025 verbrachten rund 180 Fünftklässler eine Woche auf Borkum. Die Oberstufe reiste nach Kroatien, wo die Jugendlichen schnorchelten, Bootstouren unternahmen und eine Meeresschule besuchten. Unterstützt wird die Schule dabei von Partnern wie der DLRG Ortsgruppe Borken, dem Tauchclub Maritim sowie örtlichen Sportvereinen.

„Schwimmen bedeutet Freude, Selbstvertrauen und Teilhabe“

Sportlehrerin Andrea Landsknecht betont: „ Alle Kinder unserer Schule sollen schwimmen lernen, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihren persönlichen Voraussetzungen.“ Schwimmen bedeute für die Schule nicht nur Sicherheit, sondern auch Freude, Selbstvertrauen und Teilhabe.