Lokales

Sprachlosigkeit überwinden helfen

13.03.2020

Steffi Curuvija und Nicole Baden präsentieren den Trauerbegleiter für Eltern, den sie gemeinsam erarbeitet haben. Foto: Juliane Büker/Caritas Münster

Steffi Curuvija und Nicole Baden präsentieren den Trauerbegleiter für Eltern, den sie gemeinsam erarbeitet haben. Foto: Juliane Büker/Caritas Münster

© SYSTEM

Borken (hie). Die ersten Strampler sind gekauft. Der Bauch wächst und mit ihm auch das Gefühl, Eltern zu werden. Doch nicht immer geht alles gut, manchmal findet das Glück ein abruptes Ende. Das Kind stirbt, kaum dass man es kennenlernen durfte. Das Leben steht Kopf. Die Caritas Recklinghausen hat gemeinsam mit Trauerbegleiterin Steffi Curuvija, Leiterin der Selbsthilfegruppe Sternenkinder Duisburg, und dem Diözesancaritasverband Münster einen Trauerbegleiter entwickelt.

Er orientiert sich an den Traueraufgaben des amerikanischen Psychologen William Worden. Er beschreibt typische Traueraufgaben, die Trauernde auf ihrem Weg in unterschiedlicher Intensität, Reihenfolge und Häufigkeit „bearbeiten“.

Der Trauerbegleiter soll Eltern verstorbener Kinder dabei helfen, sich aktiv mit der eigenen Trauer auseinanderzusetzen. Dazu gibt das Arbeitsheft Denkanstöße, Anregungen für Gespräche und bietet auch Raum, die Trauer kreativ zu bearbeiten. Im Innenteil lassen sich Postkarten herauslösen, mit denen Trauernde Wünsche an Menschen in ihrem Umfeld senden können. „Jede betroffene Person hat ihre eigene Art zu trauern und mit dieser erschütternden Situation umzugehen“, hat Nicole Badender, Schwangerschaftsberaterin der Caritas Recklinghausen, erlebt, „wenn das Umfeld die Trauer akzeptiert und die jungen Eltern unterstützt, ist es meiner Erfahrung nach ein stärkender Faktor auf dem Trauerweg“.

Das Arbeitsheft ist beim Materialdienst des Bistums Münster erhältlich unter www.materialdienst-bistum-muenster.de