Lokales

Utopien und schräge Melodien

19.09.2025

Die „Grenzgänger“ von links: Frederic Drobnjak, Michael Zachcial, Felix Kroll und Annette RettichFoto: Helena Wuttke/Die Grenzgänger

Die „Grenzgänger“ von links: Frederic Drobnjak, Michael Zachcial, Felix Kroll und Annette Rettich Foto: Helena Wuttke/Die Grenzgänger

Borken. „Alle Brüder werden Menschen: Zeitlose Utopien mit schrägen Melodien“: So überschreibt die Stadt Borken ein Konzert der „Grenzgänger“ am Sonntag, 21. September, ab 11 Uhr im Rathaus. Gemeinsam mit der Volkshochschule und dem Heimatverein Borken wolle die Veranstaltungsreihe zum Stadtjubiläum Akzente und Impulse liefern, im kommunalen Rahmen nachzudenken über „Stadt, Geschichte und Gegenwart“.

Nach der Auftaktmatinée – unter anderem mit Prof. Dr. Ewald Frie, Autor des Buches „Ein Hof und elf Geschwister“ –, in der es um die Verschränkung des Lokalen und des Globalen ging, wird diesmal ein Konzert angeboten am Sonntag im Rathaus D/Stadtarchiv, Raum Zwölf26.

Das vielfach ausgezeichnete Bremer Quartett „Die Grenzgänger“ spielt Lieder aus demokratischer und humanistischer Tradition, um an weniger bekannte Kapitel der deutschen Geschichte zu erinnern. Mal federleicht, mal tiefschürfend, mal pointiert und provokant präsentieren die vier bestens ausgebildeten Musiker unbekannte Geschichten und Lieder.

Im Programm haben sie laut Mitteilung der Volkshochschule neu entdeckte Volkslieder ebenso wie Songs nach Gedichten von Heinrich Heine, Friedrich Hölderlin, Louise Otto-Peters, Georg Herwegh, Eva Lippold, Bertolt Brecht und Fasia Jansen.

Stilistisch balancieren „Die Grenzgänger“ zwischen Tradition und Avantgarde. Jazz, Folk, Rock, Blues, alte und neue E-Musik verbinden sie scheinbar mühelos zu neuen und doch vertrauten Klängen. Sechsmal erhielt die Band den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Eintritt: zehn Euro. Anmeldung: per E-Mail an stadtarchiv@borken.de oder vhs.borken.de.