Lokales

Zukunft im Turmformat

07.03.2026

Im Holkensturm nach vorne denken. Foto: Lisa Kannenbrock

Im Holkensturm nach vorne denken. Foto: Lisa Kannenbrock

Borken. Zum Stadtjubiläum „Borken 800“ rückt der Holkensturm in der Wallstraße 5 nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft in den Blick. Unter dem Titel „Zukunftsturm“ wird der sanierte Stadtturm bis Mai zum Experimentierort für Ideen, wie Borken in den kommenden Jahrzehnten aussehen könnte. Die Initiative entstand aus den Gruppen Kulturraum3, Borken For Future, dem Improtheater Borkenkäfer und dem Zirkus Wunderlich

Von der Jubiläumsidee zum Zukunftslabor

Kennengelernt haben sich die Initiatorinnen und Initiatoren bei den Vorbereitungstreffen zum Stadtjubiläum. Schnell entstand der Wunsch, dem starken Fokus auf 800 Jahre Stadtgeschichte einen bewussten Blick nach vorn entgegenzusetzen. Weil im Jubiläumsjahr vieles symbolisch „auf die Türme projiziert“ wird, lag es nahe, einen dieser Orte herauszugreifen und ihn drei Monate lang konsequent unter dem Titel „Zukunftsturm“ zu bespielen. Entstanden ist ein dichtes, turmbezogenes Programm, das weniger fertige Antworten liefern will, sondern vor allem eine Einladung an alle Interessierten ist, selbst aktiv zu werden.

Raum zum Mitmachen statt fertiges Programm

Der Zukunftsturm versteht sich als offenes Format: Neben einzelnen, klar terminierten Veranstaltungen gibt es Angebote, die sich im Laufe der drei Monate weiterentwickeln sollen. Dazu gehören etwa „Literatur im Turm“ oder „Podcasts im Turm“, bei denen Interessierte eigene Beiträge einbringen können. Wer ein Buch im Holkensturm vorstellen möchte, kann einen Termin übernehmen; ebenso können Hörerinnen und Hörer einen Lieblingspodcast vorschlagen, gemeinsam anhören und anschließend in kleiner Runde darüber diskutieren. Die Workshop-Reihe „Eine wunderliche Werkzeugkiste“ mit Happiness-Trainerin Eva Wunderlich ist bereits gestartet. Es stehen noch drei Abende zu psychischer Gesundheit, Achtsamkeit und Dankbarkeit auf dem Programm.

Highlights mit Zukunftsthemen

Zu den geplanten Höhepunkten zählen unter anderem eine Diskussion mit der Borkener Medizinerin Laura Dahlhaus über „Longevity: Wer darf wie alt werden?“, eine Ostereier-Aktion, bei der selbst gebastelte Eier in der Stadt verteilt werden, sowie ein 24-Stunden-Experiment im Turm: Jugendliche verzichten dabei einen Tag lang auf soziale Medien und erleben den historischen Ort ganz analog. Daneben sind weitere Workshops, Gespräche und kreative Aktionen vorgesehen, die Themen wie Nachhaltigkeit, gesellschaftlichen Wandel oder neue Formen des Zusammenlebens aufgreifen.

Präsenz vor Ort und in den sozialen Medien

Begleitet wird das Projekt von einer Instagram-Präsenz, die kurzfristig auf neue Formate, Termine und spontane Ideen hinweist. So bleibt das Programm bewusst flexibel und kann auf aktuelle Entwicklungen reagieren.

Informationen zu den aktuellen Programmpunkten gibt es fortlaufend im Stadtanzeiger oder auch auf www.borken.de.