Münsterland

Kino, Konzert & Sinn

02.05.2026

Ein Film aus Ahaus mit Zukunftsthemen: Regisseur Salip Tarakci (r.) greift Themen wie KI, Einsamkeit, Lebensweg und den Wandel unserer Zeit auf und verbindet sie mit spirituellen und existenziellen Fragen.

Ein Film aus Ahaus mit Zukunftsthemen: Regisseur Salip Tarakci (r.) greift Themen wie KI, Einsamkeit, Lebensweg und den Wandel unserer Zeit auf und verbindet sie mit spirituellen und existenziellen Fragen.

Münsterland/Gescher. Zwischen Kino, Konzert und großen Fragen des Lebens bewegt sich ein Projekt, das derzeit durch die Region tourt – und am Sonntag, 10. Mai, um 18 Uhr auch im Theater- und Konzertsaal in Gescher Station macht: „CARL – Der Livemusikfilm“. Hinter dem ungewöhnlichen Format steckt der Ahauser Produzent, Songwriter und Musikpädagoge Salip Tarakci, der mit diesem Werk nicht nur filmisch, sondern auch musikalisch neue Wege geht.

Kino plus Konzert – ein hybrides Erlebnis

Was das Publikum erwartet, ist mehr als ein klassischer Kinobesuch. Während der Film auf der Leinwand läuft, steht gleichzeitig die siebenköpfige Band „Tiefklang“ auf der Bühne und spielt die Filmmusik live – teils sogar dreistimmig. Die Songs greifen die Handlung auf, verstärken Stimmungen und schaffen eine besondere Nähe zum Geschehen. Das Ergebnis ist ein intensives Zusammenspiel aus Bild und Klang, das berührt und im besten Sinne nachhallt.

Zukunft im Visier: KI, Einsamkeit und Glaube

Gedreht wurde „Carl“ überwiegend in Ahaus und Umgebung – viele Schauplätze dürften dem Publikum bekannt vorkommen. Auch inhaltlich ist der Film nah an den Fragen unserer Zeit. Im Mittelpunkt steht Carl, der in einer hochtechnisierten Zukunft lebt, in der digitale Systeme das Leben bestimmen. Geprägt von eigenen Fehlern und Erinnerungen gerät er in die Isolation. Erst die Begegnung mit „Tom“, einer künstlichen Intelligenz in Gestalt eines Jungen, bringt Bewegung in sein Leben. Die beiden geraten in einen Dialog über Sinn, Verantwortung und Glauben – und darüber, was den Menschen in einer von KI geprägten Welt eigentlich ausmacht.

Projektleitung und Regie

Regisseur, Produzent und Songwriter Salip Tarakci greift damit bewusst große Themen auf: den rasanten technologischen Fortschritt, gesellschaftliche Einsamkeit und die Suche nach Orientierung. Seine musikalische Handschrift zieht sich durch das gesamte Projekt – alle Songs stammen aus seiner Feder und sind eng mit der Handlung verwoben. Tarakci, der in der Region verwurzelt ist und als Musiker wie Pädagoge arbeitet, setzt dabei auf einen offenen, überkonfessionellen Ansatz. Sein Ziel: Menschen unabhängig von ihrem Hintergrund anzusprechen und zum Nachdenken anzuregen.

Das Konzept kommt an. Wer den Livemusikfilm bereits erlebt hat, spricht von einem Format, das gleichermaßen unterhält und bewegt. Besonders reizvoll: „CARL“ ist generationenübergreifend angelegt und eignet sich bereits für Zuschauer ab etwa zwölf Jahren.

„CARL – Der Livemusikfilm“ ist am Muttertag, 10. Mai, um 18 Uhr im Theater- und Konzertsaal in Gescher, Borkener Damm 48, zu sehen. Einlass ab 17 Uhr. Tickets gibt es über LocalTicketing, beim Stadtmarketing Gescher oder an der Abendkasse.