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Ratgeber

Frühe Heuschnupfensaison

Mittwoch, 25. März 2020 - 09:00 Uhr

von Dorothee Davin

Foto: SYSTEM

Harte Zeiten brechen jetzt auch für alle Pollenallergiker im Kreis Borken an: In diesem Jahr fliegen die Pollen deutlich früher. Foto: AOK/hfr.

Kreis Borken (dd). Die Pollensaison hat begonnen: Der milde Winter lässt die Pollen mehr als vier Wochen früher fliegen. Für Allergiker brechen wieder harte Zeiten an. Sie leiden unter Niesattacken, Schnupfen, tränenden und roten Augen bis hin zu Atembeschwerden. Aber nicht nur das: Zusätzlich bereitet vielen Pollenallergikern der Genuss bestimmter Obst- und Gemüsesorten Probleme. Lippen, Zunge und Mundschleimhaut kribbeln, röten sich und schwellen an.

Die Symptome zeigen sich vor allem bei Menschen, die eine Allergie auf Frühblüher, also auf die Pollen von Birke, Erle und Hasel haben. „Wer unter einer Kreuzallergie leidet, sollte stets einen Blick auf die Zutatenliste von Lebensmitteln werfen. In erhitzter Form sind die meisten Nahrungsmittel aber gut verträglich“, erklärt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Pisula.

Allergien sind eine Volkskrankheit: Mindestens jeder vierte Bundesbürger erkrankt an einer Allergie – Tendenz steigend. Der sogenannte Heuschnupfen, eine Allergie gegen Pollen, trifft dabei am häufigsten auf. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts leiden etwa 15 Prozent der Erwachsenen daran. Wer allergisch auf Pollen ist, hat möglicherweise auch mit bestimmten Nahrungsmitteln Schwierigkeiten. Sie können zu Juckreiz, Schnupfen, Bindehautentzündung, Asthma und Hautreaktionen führen. Der Verdauungstrakt reagiert meist nicht. Der Grund für eine solche Kreuzallergie ist die weit verzweigte Verwandtschaft der Pflanzen untereinander. Das führt dazu, dass sich die Allergene ähneln. Das Immunsystem reagiert nicht nur auf Pollen, sondern wegen der Ähnlichkeit auch auf bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln wie z.B. von Obst, Nüssen oder Gewürzen. Welche Nahrungsmittel man nicht verträgt, hängt davon ab, auf welche Pollenarten man allergisch ist. Beispiel: Menschen, die auf Birkenpollen allergisch sind, können auch auf Kernobst, Steinobst oder Nüsse allergisch reagieren. ,Der Umgang mit den Kreuzreaktionen ist nicht immer so einfach“, weiß Pisula. Betroffene können sich auch im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung unter der Rufnummer 0800 2655-140 329 informieren. Außerdem hilft die Kreuzallergie-Karte des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB). Diese kann kostenlos unter info@daab bestellt werden. Weitere Infos: www.aok.de/nw Rubrik Gesundes Leben oder beim Deutschen Allergie- und Asthmabund unter www.daab.de.