Prädikat besonders wertvoll: „The Happy Prince“ ab 24. Mai im Kino

In Visionen, Zeitsprüngen und Rückblenden wird das Leben von Oscar Wilde erzählt. Fotos (3). Concorde Filmverleih
Borken (pd/hie). Im Zimmer einer billigen Absteige in Paris liegt Oscar Wilde (Rupert Everett) auf seinem Sterbebett, sein Leben zieht an ihm vorüber, die Erinnerungen versetzen ihn in andere Zeiten und an andere Orte. War er wirklich einst der berühmteste Mann in London? Der Künstler, der von einer Gesellschaft gekreuzigt wurde, die ihn einst anhimmelte? Der Liebhaber, verhaftet und freigelassen, der im letzten Abschnitt seines Lebens dennoch dem Ruin entgegentaumelt? Unter dem gnadenlosen Vergrößerungsglas des Todes lässt er sein Leben Revue passieren: der gescheiterte Versuch, sich mit seiner jahrelang leidenden Ehefrau Constance (Emily Watson) zu versöhnen, die wieder aufflammende, fatale Liebesaffäre mit Lord Alfred Douglas (Colin Morgan) sowie die warmherzige Hingabe von Robbie Ross (Edwin Thomas), der vergeblich versuchte, Wilde vor sich selbst zu retten. Von Dieppe über Neapel nach Paris: Die Freiheit ist ein Trugbild, Oscar Wilde ein verarmter Vagabund, immer ruhelos, von seinen alten Bekannten gemieden, doch bewundert von einer eigentümlichen Gruppe von Outlaws und Straßenkindern, denen er die alten Geschichten erzählt – während sein unvergleichlicher Esprit immer noch extrem geschärft ist.

„The Happy Prince“ ist ein Porträt der dunklen Seite eines Genies, das im ausgehenden 19. Jahrhunderts für die Liebe lebte und starb. Der Film ist das Regiedebüt des britischen Schauspielers Rupert Everett. Damit hat er sich endlich einen Herzenswunsch erfüllt: Die letzten Jahre des großen irischen Poeten Oscar Wilde zu schildern. Everett schrieb das Drehbuch und glänzt auch in der Hauptrolle. Der Film wurde mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.
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