Aufwändige Projektarbeit

Berufsschullehrer Ludwig Ewering und Tobias Praeck.
Maria Veen (pd/hie). „Wenn ich mich für etwas interessiere und mir etwas vornehme, dann mache ich es bis zur Perfektion“, sagt Tobias Praeck. Der junge Mann aus Recke absolviert im Berufsbildungswerk (BBW) Maria Veen eine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner. In einer aufwändigen Projekt-Arbeit hat der 23-Jährige ein Stirnrad-Getriebe mit Hilfe eines 3D-Druckers hergestellt.

Stirnradgetriebe gehören zu den wichtigsten Komponenten in der Antriebstechnik. Sie kommen beispielsweise in der Industrie, beim Fahrzeugbau oder auch in großen Uhrwerken vor, erzählt Tobias Praeck. Neben dem Gehäuse bestehen sie aus Antriebs- und Abtriebswelle, Zahnrädern und Lagern. Mit dem Getriebe werden Drehzahlen und Drehmomente eines antreibenden Motors umgewandelt und verändert.

Von der Idee bis zur Fertigstellung seines Stirnradgetriebes hat Tobias Praeck drei Monate – rund 300 Arbeitsstunden - benötigt. Eine Zusammenbau-Zeichnung aus der Berufsschule diente als Vorlage für die Konstruktion. Zunächst entstanden alle Bauteile virtuell am Computer. Danach wurde jedes Bauteil, selbst die Lager, auf Grundlage der Dateien gedruckt, erklärt der angehende Produktdesigner.

Seit zwei Jahren gibt es im Ausbildungsbüro der Technischen Produktdesigner einen 3D-Drucker. Das ist kein Drucker im herkömmlichen Sinn, sondern eine Maschine, die Werkstücke aus Kunststoffen schichtweise herstellt. Die Azubis im BBW Maria Veen lernen durch den 3D-Drucker ein zukunftsweisendes Fertigungsverfahren kennen, wodurch selbst komplexe Bauteile ohne Nachbearbeitung entstehen.

Mit seinem Stirnradgetriebe hat Tobias Praeck ein Anschauungsmodell konzipiert, um zu zeigen, welche Möglichkeiten ein 3D-Drucker bietet. Seine Lehrer und Ausbilder im Berufsbildungswerk sind von der Zielstrebigkeit und dem Ehrgeiz des jungen Mannes begeistert. Sie sagen: „Das Getriebe ist ein perfektes Lernobjekt auch für andere Schüler und Azubis.“

Für Tobias Praeck steht bereits fest: Auch nach seinen vorgezogenen Prüfungen im Sommer 2019 möchte er im konstruktiven Bereich bleiben. Wenn alles nach Plan läuft, wird er anschließend Maschinenbau in Osnabrück studieren. „Eine Wohnung habe ich auch schon in Aussicht“, freut sich der junge Mann.
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