Aussaat wie in alten Zeiten

Ein Staketenzaun wird zum Schutz um das Feld aufgebaut.
Lembeck (mtg). Trockener Staub wirbelt auf, tanzt in der Sonne über ein Feld. Mitten in Lembeck neben der Bushaltestelle. Ein alter Traktor, Baujahr 1965, springt an. Laut rollt er los und rattert über knapp 2000 Quadratmeter Land, rund ein Morgen. Dort säen die Oldtimerfreunde Lembeck Roggen wie in alten Zeiten aus. Doch bevor gesät wird, müssen Vorbereitungen getroffen werden: Zunächst wird gepflügt, dann gewalzt. Im Anschluss grubbern die Oldtimerfreunde Lembeck die Erde auf. Heißt: Sie ziehen den Boden glatt. Im Anschluss folgt der Krümmler, der den Boden noch einmal auflockert, damit die Sämaschine in die Erde vordringen kann, um Roggen auszusäen. Ein Zuschauer fragt: „Wat macht denn der Junge da oben auf der Maschine?“ Georg Bögel der Oldtimerfreunde Lembeck antwortet: „Den brauchen wir als Gewicht“. Joel Weidemann, der oben als Gewicht auf dem alten Gefährt sitzt, öffnet derweil die Klappe und schaut, ob der Roggen auch tief genug und gut verteilt wird. Vater und Sohn teilen sich die Liebe zu alten Traktoren – meist wächst der Nachwuchs mit hinein. Auf dem Land groß geworden haben viele durch ihre Eltern die Leidenschaft für die alten Maschinen entdeckt. Ein Staketenzaun aus Kastanienholz ist zum Schutz aufgebaut worden. Wie im Bauerngarten von damals üblich. Die Erwachsenen haben beruflich oft nicht mehr viel mit Landwirtschaft zu tun: Von einer Schiffsingenieurin bis zum Banker sind bei den Oldtimerfreunden alle Berufssparten vertreten. Was alle eint: die Leidenschaft für alte Traktoren und für Landarbeit, wie sie damals war.
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