Beim Wandern den Kopf frei kriegen

H.-Jürgen Meteling auf Tour
Borken (hie). „Nimm keine Tabletten, geh wandern und lauf Dir alles von der Seele.“ Dieser Rat seines Hausarztes war für H.-Jürgen Meteling aus Borken der rettende Strohhalm. Nachdem mit einem seiner Kinder etwas Schlimmes passiert war, drehten sich die Gedanken im Kreis. Immer wieder.

Dann ist er mit dem Wandern angefangen. Zunächst kleine Runden in und um Borken, durch die Erler Heide oder um den Pröbstingsee. „Ich habe versucht mit offenen Augen das Schöne in der Natur wahrzunehmen und dabei nichts zu denken“, so Meteling. „Dabei hatte mein Unterbewusstsein die Möglichkeit, die Dinge zu verarbeiten.“

Nach zwei Wochenendwanderungen war für H.-Jürgen Meteling klar: „Ich möchte auch einmal eine längere Strecke wandern und für mehrere Tage unterwegs sein.“ Das hat er jetzt, in seinem Sommerurlaub, wahr gemacht. Und ist bei seiner elftägigen Wanderung direkt ab Borken gestartet, in Zwillbrock auf den Noaberpad gestoßen und ihm über 380 Kilometer im deutsch-niederländischen Grenzgebiet bis zur Nordsee gefolgt. Ist dabei bis zu acht Stunden am Tag gelaufen – stolze 34 Kilometer im Durchschnitt –, hat selten andere Wanderer getroffen und versucht seinen Blick auf das Schöne dieser Welt zu lenken. „Das konnte eine Kröte im Gras sein, ein schöner Baum oder ein weiter Blick“, so Meteling. „Abends war der Kopf dann frei.“ Ganz nebenbei hat er bei den Bed & Breakfast-Übernachtungen auch immer wieder nette Menschen getroffen. „Dabei sind viele schöne Erinnerungen hochgekommen“, so Meteling. Vielleicht schnürt er bald wieder seine Wanderschuhe.
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