Brauchtum in Borken und in der Region

Traditionen aufrecht erhalten, wie vergangene Woche auf der Umzugsmeile „700 Jahre Stadtrechte Ramsdorf“.
Kreis Borken (mtg). Das Erntedankfest wird am Sonntag, 6. Oktober, gefeiert und ist eine der ältesten Traditionen, die es gibt. „Mit dem Erntedankfest soll in Dankbarkeit an den Ertrag in der Landwirtschaft erinnert werden – und auch daran, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen“, erläutert Georg Bögel der Oldtimerfreunde Lembeck. „Sonne und ausreichend Regen sind vonnöten, um eine optimale Ernte zu haben“, betont er.

Seit Jahrhunderten hat das Fest in den Religionen einen festen Platz im Kalender. So gilt die Ernte bei den Christen als Zeichen der Schöpfung. Gemeinden laden zu feierlichen Festgottesdiensten ein. Reichhaltig ist der Altar in den Kirchen geschmückt: Mit Obst, Gemüse und Getreide. Oft werden Körbe mit Kräutern gefüllt, die einen aromatischen Duft versprühen.

In der heiligen Messe wird meist symbolisch eine Erntekrone oder ein Kranz weitergereicht. In Erinnerung daran, dass Bauern ihren Grundherren diesen einst nach einer erfolgreichen Ernte übergaben.

Schon unsere Vorfahren waren auf die Ernte des Jahres angewiesen. Erleichtert nach den anstrengenden Arbeiten auf dem Feld, konnten sie sich jetzt entspannt zurücklehnen und feiern. Zahlreiche Vereine der Region halten alte Traditionen lebendig. Sie alle wissen, dass die reiche Gabe aus der Natur nicht selbstverständlich ist. Das führt die Klima-Katastrophe mit Dürren und Ernteausfällen in der heutigen Zeit deutlich vor Augen. Enorme Ernteeinbußen beklagt der Deutsche Bauernverband in Teilen Deutschlands auch in diesem Jahr: Das Jahr 2019 war zu trocken und zu heiß.

Der Kreis Borken hat erneut mit großen Wasserdefiziten zu kämpfen. Bereits im April herrschten hochsommerliche Temperaturen. Der Mai war kalt und im Juli erreichte das Thermometer Rekordtemperaturen. So fassen die Fachleute der Pflanzenbauberatung der Kreisstelle Borken der Landwirtschaftskammer NRW die Bedingungen zusammen, unter denen die Ernte in diesem Jahr über die Bühne geht.

Kreislandwirt Heinrich Emming gab vor einiger Zeit auf dem Hof Schulze Beiering in Borken-Weseke ein erstes Fazit zur Erntebilanz ab: „Im Schnitt sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Wir sind bei Erträgen und Qualitäten zwar klar unter dem langjährigen Mittel, aber besser als im sehr schlechten letzten Jahr.“

Verhältnismäßig gute Ernteerträge gab es von Wintergerste, Roggen und Weizen.

Die Maisernte wies in allen Gemeinden Trockenschäden auf. Diese Unterschiede waren aufgrund der Niederschlagsverteilung vorhanden. Schätzungsweise sind damit kreisweit etwa 50 Prozent aller Maisflächen stärker von der Trockenheit betroffen als andere. Ein weiterer Grund, sich für die vorhandene Ernte dankbar zu zeigen.
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