Broadway-Hit „9 to 5“ begeistert Publikum

Judy erkennt nach einiger Zeit, dass es gar nicht so schwer ist, Rückgrat zu zeigen.
 
Firmenchef Franklin Hart Jr. droht Ungemach.
Coesfeld (pd/dd). Mal ehrlich: Der Gedanke daran, den Chef einfach umzubringen und ihn für sein gemeines Verhalten zu bestrafen, das zaubert so manchem Arbeitnehmer ein Lächeln auf die Lippen. Das Ganze hat allerdings einen riesigen Haken, denn den Gedanken in die Tat umzusetzen, das ist schlicht und ergreifend illegal.

Spielerisch Abhilfe schafft jetzt die Freilichtbühne Coesfeld und bietet in ihrer aktuellen Spielzeit mit dem Abendmusical „9to5 — warum eigentlich bringen wir den Chef nicht um?“, eine fröhliche Alternative. Stellvertretend für alle gequälten Angestellten bestraft das Ensemble noch bis Ende August wöchentlich zwei Mal den Chef von „Consolidated Industries“.

Der Broadway-Hit mit der Musik von Country-Star Dolly Parton hat nicht nur bei der deutschsprachigen Erstaufführung in Merzig Publikum und Presse überzeugt. Auch das Coesfelder Musical begeistert seit der Premiere die Zuschauer und Kritiker. Viele sprechen von einer der besten Inszenierungen der vergangenen Jahre in Coesfeld. Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1980 und im Mittelpunkt stehen Frauen. Violet ist Bürovorsteherin, alleinerziehende Mutter und steht vor lauter Stress kurz vorm Burnout. Judy ist frisch getrennt vom untreuen Ehemann und sucht nach einem beruflichen Neueinstieg. Doralee, die üppige Blondine mit Herz, aber auch Hirn, leidet unter der massiven Anmache ihres Ekel-Chefs,  Franklin Hart jr.

Eines Tages haben die drei Frauen  das  despotische  und  aufgeblasene  Gehabe ihres Vorgesetzten endgültig satt und entführen ihn kurzerhand. In seiner Abwesenheit krempeln sie nicht nur die Arbeitsbedingungen in der Firma gründlich  um, denn das neugewonnene Selbstbewusstsein bringt auch erfreulich frischen Wind in ihr Liebesleben.

„Das Musical 9to5 bietet viele spannende Rollen, eine durchweg packende Story und Musik, die mitreißt. Natürlich sind die Texte und Lieder auf Deutsch“, betont Bühnensprecher Sascha Kappel. Karten gibt es jederzeit online unter www.freilichtbuehne-coesfeld.de, dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter 02541/3355 oder zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn an der Kasse.

Als Familienstück präsentiert die Freilichtbühne in diesem Jahr „Michel aus Lönneberga“, nach den Geschichten von Astrid LinGgren. Wo Michel auftaucht, sind Chaos, Spaß und jede Menge Herzlichkeit garantiert. Tage ohne einen verrückten Einfall gibt es bei dem gutmütigen blonden Lausbuben aus Lönneberga nicht. Vater Anton, Mutter Alma, seine Schwester Klein-Ida, Knecht Alfred, Magd Lina und die Bewohner in Lönneberga sind unfreiwillig die Leidtragenden von Michels Wirken. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein verzweifeltes „Micheeeeeeel“ über den Hof Katthult schallt. Dabei meint der es nie böse, wenn er zum Beispiel mit dem Kopf in der Suppenschüssel stecken bleibt, seine Schwester Klein-Ida am Fahnenmast hochzieht oder das Klohäuschen in die Luft sprengt. Und trotzdem verbüßt Michel so manche Stunde zur Strafe im Holzschuppen. Nicht, dass er viel darauf gibt, schließlich wartet noch so manches Abenteuer und jede Menge Schabernack auf ihn!
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