„Das Klima kennt keine Ferien“

Sophia Kutsch auf der Klima-Demo in Borken. Fotos: mtg
Borken (mtg). „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“, rufen Schüler auf dem Marktplatz in Borken. Schüler und Erwachsene hatten sich trotz Ferien am vergangenen Freitag versammelt. „Das Klima kennt keine Ferien“, betonen die Aktivisten und weiter: „Wir dürfen nicht anfangen, zu schweigen“. Sie marschierten einmal quer durch die Stadt, fordern von den Borkener Politikern und Verantwortlichen weltweit einen radikalen Kurswechsel: „Wir wollen das 1,5 Grad-Ziel erreichen. Es ist lächerlich, dass wir das der Politik sagen müssen“, sagt Mitorganisatorin Sophia Kutsch. Applaus. Ihr Bruder Simon und ihre Mutter Silvia unterstützen sie: „Sie hat uns überzeugt, dass ein radikaler Wandel notwendig ist. Es brennt, und wenn wir nichts machen, ist unsere Erde nicht mehr zu retten“, erklärt ihre Mutter.

Neben dem 1,5 Grad-Ziel fordern die Klimaaktivisten den Kohleausstieg bis 2030 und einen kostenlosen ÖPNV: „Wir wollen, dass Borken zum Vorreiter wird“, betont Mitorganisator Cedric Hoyer. Ein kostenloser ÖPNV würde viel einsparen können. Schüler, die mit dem Rad zur Schule kommen, müssen auch nicht zahlen, heißt es.

„Die Stadt Borken hat vernünftige Ziele, vielleicht noch nicht so ambitioniert, wie wir uns das vorstellen, aber wenn man anfängt, zu handeln, ist ein erster Schritt getan“, sagt Hoyer weiter.

Sie möchten eine klimaneutrale Kommune in Borken schaffen: 100 Prozent erneuerbare Energie. Außerdem solle nicht alles zugebaut werden. Was in der Vergangenheit von Politikern noch recht „schleppend und halbherzig“ weltweit angegangen wurde, solle künftig mit mehr Engagement vorangebracht werden. Dann sei ein erster Schritt getan.


Nächster Termin: Donnerstag, 9. Mai, ab 16 Uhr am Rathaus. Interessierte können ihre Plakate mitbringen. Grund des Treffens: Um 17 Uhr steht das Klimaschutzkonzept des Umwelt- und Planungsausschusses auf dem Plan.
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