Die Spur der Steine

Die Buchstaben kennzeichnen die Südseite.
Raesfeld/Homer (pd/dd). Welche Bedeutung die Granitsteine mit der Markierung „TP“ auf seinem Acker haben, das wollte Heinrich Grömping aus Homer wissen und wandte sich mit der Frage an die Interessengemeinschaft Geometerpfad.

Mitglieder der Interessengemeinschaft trafen sich deshalb auf dem Gelände an der Homerstegge, um mit alten Feldzirkeln, Maßband und Winkelspiegel verschiedene Maßvorgänge aus vergangener Zeit aufzuzeigen. Anhand von Lageskizzen, die bei der Bezirksregierung Köln geführt werden, wurde man schnell fündig. Bei den Granitsteinen handelt es sich um Trigonometrische Punkte.

Um 1890 wurden im Rheinland und Westfalen erstmals Winkelmessungen, überwiegend zu Kirchtürmen (von Turm zu Turm), zwecks Bestimmung von Koordinaten durchgeführt. In einer Zeitfolgekartei der Kölner Behörde findet sich der Nachweis, dass es sich bei den Vermessungssteinen im Raum Homer um Trigonometrische Punkte 4. Ordnung handelt und im Jahre 1939 erstmals Lagekoordinaten hierfür berechnet worden sind. Mit dem Aufkommen des GPS-Verfahrens sind die Trigonometrischen Steine überflüssig geworden. Seit dem Jahr 2009 sind im Kreis Borken nur noch Lageaufmessungen von Grenz- und Gebäudepunkten im GPS-Verfahren für die Katasterarchivierung zulässig.
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