Fußbodenheizung in der Tigergrotte

Tropische Zoo-Tiere brauchen im Winter Schutzräume.
 
Damit Tiger sich im Schnee keine kalten Pfoten holen, können sie nach ihrem Streifzug zurück ins Warme.
Arnheim (pd/dd). Tropische und subtropische Tiere sind niedrige Temperaturen von Natur aus nicht gewohnt. Im Winter gilt es deshalb für die Zoos und Tierparks in unseren Breitengraden, Tieren, die im Freien untergebracht sind, etwas Wärme zu spenden.

Im Königlichen Burgers‘ Zoo in Arnheim haben sich die Tierpfleger für die verschiedenen Tierarten die bestmögliche Winterunterbringung überlegt, wie Zoodirektor Alex van Hooff erklärt: „Wir gehen auf die individuellen Bedürfnisse unserer Tiere ein und sorgen dafür, dass sie der Kälte im Winter nicht ausgesetzt sind.“ Vier der sieben Öko-Displays des Burgers‘ Zoo – Bush, Desert, Ocean und Mangrove – sind überdacht. Ihre Bewohner leben das ganze Jahr über in einer gleichbleibend warmen Temperatur – besondere Maßnahmen im Winter sind deshalb nicht erforderlich. „Hier leben etwa 60 Prozent unserer Tiere. Und das ist auch für unsere Besucher ein Vorteil, denn sie können die Tiere wetterunabhängig beobachten“, so van Hooff.

Für andere Tiere des Burgers‘ Zoo, etwa die Afrikanischen Löwen, stehen Rückzugsorte hinter ihrem Freigelände zur Verfügung. Diese benötigen sie aber nur bei sehr rauem Wetter, weiß van Hooff: „Vor ein paar tausend Jahren gehörten auch Griechenland und die Türkei zu ihrem Lebensraum, daher liegt es in ihren Genen, sich ein Winterfell anzueignen, das sie gut gegen die Kälte schützt.“

Beinahe luxuriös haben es die Tiger und Malaienbären, deren Grotten mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind. Noch ein wenig anders sieht es bei afrikanischen Huftieren aus, zu denen unter anderem die Giraffen gehören. Für sie kann aufgrund ihrer besonderen Statur mit hohem Körperschwerpunkt neben der Kälte beispielsweise auch Glatteis eine Bedrohung darstellen. Für sie wie auch für die Zebras geht es in der kalten Jahreszeit oftmals in ihre beheizten Winterunterkünfte. Bei den Zebras besteht zudem die Besonderheit, dass jeder Harem seine eigene Bleibe hat, um nächtliche Konflikte zu vermeiden. Grundsätzlich gilt: Je nach sozialem System der Tierart verbringen die Männchen die Nacht bei ihrer Gruppe oder alleine.

Besucher haben jedoch auch im Winter die Möglichkeit, die Tiere zu sehen. „Sollten sie wegen Frost oder Glatteis mehrere Tage in ihrer Winterunterkunft verbringen müssen, können sie durch große Glasscheiben beobachtet werden“, so van Hooff:

Zu den „winterfesten“ Tieren im Burgers‘ Zoo gehören die Waldrentiere. Sie verfügen unter anderem über ein wärmendes und wasserdichtes Fell sowie Sehnen, die während des Laufens ein knacksendes Geräusch machen, damit sie sich auch bei dichtem Schneetreiben gegenseitig orten können. Ihre Plattfüße mit abstehenden Zehen haben zudem den Effekt von Schneeschuhen. Damit sind sie unbestritten die Könige des Winters im Arnheimer Tierpark.

Der Tierpark Burgers‘ Zoo in Arnheim ist seit seiner Eröffnung 1913 ein Familienbetrieb. Über 600 Tierarten finden hier in sieben nachgebildeten Lebensräumen ein artgerechtes Zuhause. Aktuelle Öffnungszeiten und weitere Infos gibt es auf www.burgerszoo.de.
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