Guereza-Nachwuchs im Allwetterzoo

Sabaki mit ihrem Jungtier. Foto: Allwetterzoo Münster
Münster (pd/azi). Seit Mitte Januar liegt wieder ein kleines, weißes Baby in den Armen von Guereza-Weibchen Sabaki. „Wir freuen uns, dass es unserem ersten Jungtier im neuen Jahr gut geht“, sagt Doktor Simone Schehka, Kuratorin im Allwetterzoo Münster. Auch die mittlerweile einjährige Schwester Kalima ist sichtlich begeistert. „Es ist sehr schön zu beobachten, wie sich die ganze Guereza-Familie um den neuen Nachwuchs kümmert.“

Guereza-Babys sind bei der Geburt immer weiß, denn diese Farbe zieht die Aufmerksamkeit aller weiblichen Guereza auf sich, die sich abwechselnd um das Baby kümmern. Mal hält Mutter Sabaki das Kleine in den Armen, mal die Tante oder Schwester und so weiter. Sobald im Alter von drei bis vier Monaten die Umfärbung einsetzt, lässt das Interesse deutlich nach. Nach zirka einem Jahr nimmt das Fell die typische schwarz-weiße Färbung an.

Guerezas gehören zu den Stummelaffen. Der Name bezieht sich auf den verkürzten, stummelartigen Daumen, eine Anpassung an die Fortbewegungsweise in den Bäumen. Guerezas bewegen sich mit weiten Sprüngen von Baum zu Baum. Sie setzen ihre Hände dabei wie Haken ein. Ein Daumen wäre da nur im Wege. Guerezas ernähren sich weitgehend von Laub, dessen Zellulosestärke nur schwer verdaulich ist. Sie besitzen daher, ähnlich wie Wiederkäuer, einen gekammerten Magen, in dessen ersten beiden Kammern sich Zellulose spaltende Bakterien befinden, die den Blattbrei vorverdauen. Mehr Informationen zum Allwetterzoo und dem Thema Tierpatenschaften gibt es unter www.allwetterzoo.de
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