Hurtigruten: Mit dem Postschiff zur Mitternachtssonne

Licht und Farbe – die Mitternachtssonne ist einzigartig.
Borken (pd/dd). An Bord der Hurtigruten-Schiffe gleicht kein Tag dem anderem. Entlang der engen Fjord-Wände präsentieren sich den Passagieren spektakuläre Landschaften, eine beeindruckende Natur und die einzigartigen Mitternachtssonne.

Impressionen einer Reise in den Norden erleben Interessenten bei der Panorama-Dia-Show von Georg Krumme im Borkener Vennehof, die am Montag, den 20. November, um 20 Uhr in der Stadthalle Vennehof stattfindet. Der Vorverkauf ist bereits angelaufen, Karten gibt es im TicketCenter der Borkener Zeitung, Goldstraße 2, in Borken, 02861/944110 sowie online unter www.georg-krumm.de.

Mehr als 110 Jahre lang sind Hurtigruten-Schiffe auf Reise gegangen. Eingerichtet wurde die Schiffsstrecke um weit nördlich liegende Ortschaften das ganze Jahr über mit den südlichen Landesteilen zu verbinden, und zwar ganz gleich welche Wetterbedingungen herrschten.

In anderen Ländern kommt man zur Küste oder entfernt sich von ihr. Aber die Hurtigrute verlässt Norwegens langgestreckte Küste nie. Sie fährt an beiden Enden, in beiden Richtungen immer neuen Naturerlebnissen entgegen. Für die Hurtigrute öffnet sich jeden Tag eine neue Fahrrinne, trotz schmaler Passagen wie Skjellanger, Steinsund oder dem legendären Raftsund.

Obwohl sie wie Kreuzfahrtschiffe aussehen, ist Hurtigruten eine Transportflotte. An den ursprünglichen Reizen einer Hurtigruten Fahrt hat sich bis heute nichts geändert. Sicherlich ist für die Touristen die abwechslungsreiche Landschaft ausschlaggebend für eine Postschiff-Reise. Dass die Hurtigruten den Titel „Schönste Seereise der Welt“ besitzt, liegt aber auch an dem , was die Reise umgibt. Die Mitreisenden und die Mannschaft strahlen eben die Ruhe und Gelassenheit aus, die heute häufig vermisst wird. Fremden Passagieren wird außerdem die Ehre zuteil, einen unvergleichlichen Einblick in das Leben der örtlichen Gemeinschaften zu bekommen.

Norwegen ist fast so groß wie Deutschland und hat nur ungefähr so viele Einwohner wie Berlin. Da bleibt viel Platz für Natur.

Noch zwei Jahre vor der ersten Hurtigruten-Fahrt 1881, existierte vom ganzen norwegischen Seeraum keine zuverlässige Karte. Schiffsverkehr fand nur tagsüber und sporadisch statt. Richard With war der erste Kapitän, der sich zutraute den komplizierten und riskanten Weg durch die Schären und Küstenregionen zu wagen, und so die nördlichen Landesteile, die im Winter regelmäßig isoliert waren, mit dem Süden zu verbinden. Er schaffte die Tour von Trondheim nach Hammerfest in nur einer Woche, wozu man sonst Monate benötigte.

Das war die Geburtsstunde der Hurtigruten-Fahrt. Von da an fuhren Schiffe regelmäßig und das ganze Jahr hindurch entlang der Küsten.
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