Innovativer Schallschutz

Blick durch einen Nießing-Schornstein: Bernd Gohlke (Bundesverband Mittelständische Wirtschaft), Edith Gülker (Kreis Borken), Kathrin Damme (Stadt Borken) und Nießing-Geschäftsführer Christoph Hadder (v l n r).
  Borken-Marbeck (pd/dd). „Die Erschütterung der Luft wird erst Schall, wo ein Ohr ist“ – dieser Ausspruch des im 18. Jahrhundert lebenden deutschen Physikers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg gilt heutzutage unverändert. Allerdings treffen inzwischen deutlich mehr „Erschütterungen der Luft“ auf deutlich mehr „Ohren“ als vor gut 250 Jahren – gerade auch Lärm aus Produktionsanlagen, die sich nicht selten in der Nähe von Wohnsiedlungen befinden.

Große Konflikte wären da vorprogrammiert, gäbe es nicht den staatlich verordneten Schallschutz. Genau darum kümmert sich das Unternehmen Nießing Anlagenbau GmbH in Borken-Marbeck mit seinen technischen Lösungen auf höchst innovative Weise. Insbesondere Abgas- und Abluftsysteme von Energiezentralen bis hin zu den oftmals hohen Schornsteinen habe es dabei im Blick, erläutert Nießing-Geschäftsführer Christoph Hadder. Vor allem selbst entwickelte, patentierte Industrieschalldämpfer, angepasst auf die jeweils ganz spezifischen Anforderungen, werden gefertigt und vor Ort montiert. Selbst auf Luxusyachten und Kreuzfahrtschiffen sorgen sie für angenehmen Fahrkomfort.

Die Nießing Anlagenbau GmbH mit ihren über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fühlt sich also erkennbar den Anliegen des Umweltschutzes verpflichtet. Da überrascht es nicht, dass das 1934 als „klassische“ Schmiede gegründete Unternehmen auch am derzeit laufenden „ÖKOPROFIT“-Projekt im Kreis Borken teilnimmt. Das Kürzel steht für „Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik“. Daran können alljährlich heimische Unternehmen mitwirken, betont Ingo Trawinski, bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) verantwortlicher Ansprechpartner für das Vorhaben. Eigene Betriebsabläufe sowie die Haustechnik werden dann jeweils mit externer Beratung kritisch in den Blick genommen, um nachhaltige Verbesserungen im Umweltschutz und bei der Energieeffizienz, aber auch in der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu erreichen.

Bei der Nießing Anlagenbau GmbH standen sowohl der Stammsitz in Borken-Marbeck als auch das Werk in Borken im Blickpunkt. Aus der eingehenden Analyse resultierte dann folgendes „Umweltprogramm“:

Umrüstung der Beleuchtung auf LED,

Optimierung der Heizungssteuerung,

Einsatz von Bewegungsmeldern in wenig genutzen Bereichen des Betriebsgeländes,

Optimierung der Drucklufterzeugung,

Training für die Belegschaft in Sachen ökonomische Fahrweise,

Anschaffung einer Folien- und Papierpresse.

Durch diese geplanten Maßnahmen wird die Umwelt mit ca. 54 to. CO2 entlastet. „Infolge der Teilnahme an ÖKOPROFIT haben wir zudem vor allem unseren Energieverbrauch noch besser im Blick – das macht sich wahrlich bezahlt“, freut sich Christoph Hadder.

Bei der „ÖKOPROFIT“-Abschlussveranstaltung am 14. September 2018 erhält die Nießing Anlagenbau GmbH für ihre erfolgreiche Teilnahme das Zertifikat „ÖKOPROFIT – Betrieb Kreis Borken“, mit dem sie dann künftig werben darf. Diese Veranstaltung ist gleichzeitig Auftakt für die nächste, dann achte Runde „ÖKOPROFIT“, die wieder auf ein Jahr ausgelegt ist. Angemeldet dafür haben sich bereits acht Betriebe und Institutionen. Weitere können gerne noch dazukommen. Ansprechpartner für sie ist Ingo Trawinski von der WFG, Telefon: 02561/97999-20, E-Mail: trawinski@wfg-borken.de. Weitere Hinweise zum Unternehmen unter www.niessing.de.
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