Liebevolle Begleitung auf dem letzten Weg

Planungsentwurf von der Tenhünfeld Architekten GmbH: So soll das Hospiz Falkenhof in Velen aussehen, wenn es fertig ist. Illustrationen (2): Tenhünfeld Architekten GmbH
 
Engagierte Helfer: Alois Mensing, Heinrich Ostendorf und Helmut Essink (v.l.) trafen sich im eigenen Büro.
Velen (mtg). „Den Tagen mehr Leben geben“ das ist der Grundsatz von Cicely Saunders (1918 bis 2005), Begründerin der modernen Hospiz- und Palliativbewegung – und der Leitspruch des Hospizvereins in Velen.

„Das Leben kann man nicht verlängern, aber man kann es genießen“, sagt Heinrich Ostendorf, erster Vorsitzender des Fördervereins Hospizbewegung Westmünsterland Velen.

Noch wird ein strategischer Partner für die „Hospiz Falkenhof gGmbH“ benötigt, die gegründet werden soll.

Helmut Essink, Kassierer im Verein, hat ein ganz persönliches Anliegen hinsichtlich des Standorts: „Ich wurde in dem Objekt geboren“, verrät er. So soll in seinem Geburtshaus noch viel passieren. Die Pläne stehen, wann genau es losgeht, hängt noch mit dem strategischen Partner zusammen. Mit diesem soll das Hospiz auf lange Sicht Bestand haben und finanzierbar bleiben. Dafür müssen die Gelder fließen. Aktuell ist der Vorstand hinter den Kulissen in Gesprächen mit möglichen Mitgesellschaftern und offen für weiteren Austausch.

Der Standort in Velen ist für die Region von unschätzbaren Wert: Nach einer Bedarfsanalyse stellte sich heraus, dass die „tatsächliche Nachfrage größer ist, als Platz da ist“, erläutert Alois Mensing, zweiter Vorsitzender vom Förderverein Hospizbewegung Westmünsterland in Velen.

Mensing selbst hatte in der Vergangenheit aus seinem näheren Umkreis mitbekommen, dass Interessierte mitunter monatelang auf einen Platz im Hospiz warten müssen. Zeit, die manch einer vielleicht nicht einmal mehr hat. Aus diesem Grund macht er sich für das Hospiz in Velen stark. Der Unterschied zum Krankenhaus liegt für alle klar auf der Hand: „Man hat mehr Zeit für den Menschen“, meint Heinrich Ostendorf. Hier werde der Mensch an die Hand genommen und bis zum letzten Atemzug begleitet. Möglichst schmerzfrei.

Das Konzept dahinter sieht eine vom Krankenhaus oder Seniorenheim unabhängige Pflegeeinrichtung vor, in der Schwerstkranke mit absehbarem Lebensende bis zu ihrem Tod betreut werden.

Anders als in einem Krankenhaus können die todkranken Menschen hier noch individuelle Wünsche äußern und in einem persönlicheren Umfeld den Tagen mehr Leben geben.

Manch einer mag denken, in einem Hospiz sei alles traurig und dort lache kein Mensch.

„Genau das Gegenteil ist der Fall: Die Menschen haben sich mit ihrer Situation abgefunden. Sie sind glücklich und zufrieden“, betont Mensing, der selbst schon das ein oder andere Hospiz besucht und mit Betroffenen gesprochen hat.

Aktuell zählt die Hospizbewegung 310 Mitglieder. Ihnen allen ist Eines gemeinsam: Sie engagieren sich für die Menschen und für ein würdevolles Leben – bis zuletzt. So ist das Hospiz für sie eine Herzensangelegenheit. Mit Einsatz und viel Liebe tragen sie Ideen voran. In ihrem Engagement setzen sie stets auf Mitmenschlichkeit, Respekt und Wertschätzung.

Wenn das Hospiz steht, sollen hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt werden, die vom Fach sind. Auch das wird sich mithilfe des noch offenen strategischen Partners finanzieren. Kürzlich hat der Verein sein eigenes Büro bezogen, das er kostenfrei nutzen darf (Alte Gärtnerei 4, in Velen).

Dennoch ist der Verein stets auf Spenden und helfende Hände angewiesen, um auch weiterhin Ausgaben zu decken. Weitere Informationen zu aktuellen Terminen, zur Arbeit der Helfer und vielem mehr finden Interessierte im Internet unter www.hospizbewegung-velen.de/
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