Mauerreste freigelegt

Im Stadtkern wird gegraben.
Coesfeld (pd/dd). Im Stadtkern von Coesfeld haben Archäologen unter Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Grundmauern eines ehemaligen Jesuitenklosters aus dem 17. Jahrhundert entdeckt. Bislang stießen die Fachleute auf Reste der Außenmauer und Teile des Fußbodens. Das Kloster und die Kirche St. Ignatius wurden bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört und danach neu errichtet. Die im Rahmen von Straßenbauarbeiten ausgegrabenen Grundmauern sind nach Einschätzung der LWL-Experten wichtige Quellen zur Erforschung der frühneuzeitlichen Klosteranlage. Eine Fachfirma ist daher aktuell beauftragt, die Überreste der Gebäude freizulegen und zu dokumentieren. Die Jesuiten kamen im Jahr 1627 nach Coesfeld und begannen später mit dem Bau des Klosters. Zwischen 1673 und 1693 entstand die dazugehörige Kirche, die der geistliche Mittelpunkt der Jesuitengemeinschaft war. Nach der Auflösung des Ordens im 18. Jahrhundert wurde das Kloster zum Schloss umgebaut. Die Grabungen gehen bis zum Spätsommer 2018.
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