Mehr Patientensicherheit

Am Klinikum Westmünsterland werden jährlich über 1200 Blutkonserven eingespart. Foto: Jörg F. Müller/DRK
Kreis Borken (pd/hie). Bei medizinischen Notfällen, Unfällen oder schweren Operationen sind Bluttransfusionen unersetzlich und retten Menschenleben. Jede Bluttransfusion ist für den Körper aber auch vergleichbar mit einer „Mini-Transplantation“ und birgt damit Risiken. Im Rahmen des sogenannten „Patient Blood Management“ ist es dem Klinikum Westmünsterland gelungen, mehr als 20 Prozent an Blutkonserven einzusparen – das entspricht über 1.200 Blutkonserven pro Jahr. Gelungen ist das durch verschiedene Maßnahmen wie die Behandlung von Blutarmut vor einer Operation, besonders blutsparende Operationstechniken, das Sammeln, Aufarbeiten und Zurückgeben von Wundblut während einer Operation sowie die Reduzierung der Blutmengen bei Blutabnahmen für Laboranalysen.

Welche positiven Auswirkungen in Sachen Patientensicherheit die Maßnahmen haben können, zeigt eine Statistik aus Australien. Nachdem in sechs Jahren mehr als 600.000 Patienten nach den neuen Richtlinien behandelt worden waren, zeigte sich ein Rückgang der Krankenhaussterblichkeit um 28 Prozent. Es gab 21 Prozent weniger Krankenhausinfektionen, 31 Prozent weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Für jede eingesparte Blutkonserve wurde jetzt im Rahmen einer kreisweiten Aktion an den Klinikstandorten des Klinikums Westmünsterland eine rote Rose an die Patienten und Mitarbeiter verteilt.
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