„ÖKOPROFIT“: Weddeling Logistik Borken

Stefan Pothmann (2. v. r.) erläutert den Prüfern Ingo Trawinski (WFG), Kathrin Damme (Stadt Borken) und Eckhard Grundmann (Effizienzagentur NRW) die moderne Lagerhaltung (v.l.n.r.)
  Borken (pd/dd). Güter und Produkte in Bewegung zu bringen, so lautet kurzgefasst das Geschäftsmodell des Borkener Logistikunternehmens Weddeling GmbH. Dafür stehen dessen rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit umfassenden Lösungen für die Kunden im Versand- und Transportwesen, aber auch im Lagerbereich. Als der Großvater des heutigen Betriebsinhabers Stefan Pothmann die Firma 1972 gründete, sah er für sich als Spediteur im aufkommenden Gemüseanbau rund um die Kreisstadt Borken große wirtschaftliche Entwicklungschancen. Auf dieser – auch heute weiterhin erfolgreichen – Ausgangsbasis aufbauend entwickelte sich die Weddeling GmbH in den Folgejahrzehnten zu einem international agierenden Spezialisten für Spedition, Logistik und Agrar-Dienstleistungen weiter. Maßgabe dabei war und ist laut Stefan Pothmann, als Unternehmer und Unternehmen auch selbst immer in Bewegung zu bleiben: „Nur so ist es möglich, rasch und flexibel auf neue Markterfordernisse und Rahmenbedingungen zu reagieren sowie künftige Entwicklungen vorzudenken“, erklärt er. Ganz wichtig ist es für ihn in diesem Zusammenhang, die eigenen Betriebsabläufe unter den Gesichtspunkten von Umweltschutz und Energieeffizienz fortlaufend zu optimieren. So hat er beispielsweise vor einigen Jahren bereits zwei Photovoltaik-Anlagen installieren lassen. „Die Verbesserungen zahlen sich in vielerlei Weise aus“, weiß er und betont: „Zum Vorteil für die Kunden lassen sich auf diese Weise auch die Kosten reduzieren.“ So finden also Ökologie und Ökonomie „gewinnbringend“ zueinander.

„Genau dieses Ziel verfolgt auch seit 2010 unser jährliches Projekt ‚ÖKOPROFIT‘, an dem sich interessierte Betriebe und Institutionen im Westmünsterland beteiligen können“, erklärt Ingo Trawinski, bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) zuständig für das Vorhaben. Es überrascht daher nicht, dass sich Stefan Pothmann im vergangenen Jahr zur Teilnahme an „ÖKOPROFIT“ entschlossen hat. „Gerade der Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmern, aber auch der kritische Blick von externen Experten auf Abläufe, Strukuren und eingesetzte Technik im eigenen Betrieb interessierten mich besonders“, beschreibt er seine Motivation dafür.

Im konstruktiven Dialog entstand daraufhin ein auf die spezifischen Belange des Unternehmens abgestelltes, zum Teil bereits realisiertes „Umweltprogramm“ mit folgenden Bestandteilen: Installation von Händetrockern als Ersatz für Papierhandtücher, Anschaffung einer Kleinteilewaschanlage und damit verbunden Reduzierung des Wasserverbrauchs und Chemieeinsatzes, weitere Photovoltaik-Anlage ausschließlich zum Eigenverbrauch, deutliche Energieeinsparung durch Reduzierung der Grundlast um 3 kW bei Kleingeräten, Ausstattung der neuen Halle mit LED, Einführung von Leasingfahrrädern für die Belegschaft und Änderung der Gebinde für LKW- und Erntemaschinen-Scheibenreiniger von Einweg- auf Mehrwegverpackung. Im Rahmen der „ÖKOPROFIT“-Maßnahmen konnten bei Weddeling bis zu 400.000 kwH Energie eingespart werden, der Wasserverbrauch wird um 100 m3 reduziert.
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