"Ohne Digitalität läuft nichts mehr“: Büchereien sind gut aufgestellt

Kristin Baumeister von der Bücherei Heiden weiß, was Kinder sich wünschen. Foto: mtg

Kreis Borken/Heiden (mtg). Rund 7.500 analoge Bücher stehen in der Sankt Georg Bücherei in Heiden. Doch was tun die kleineren Büchereien, um dem digitalen Wandel zu begegnen und auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein?

Dafür hat sich die St. Georg Bücherei dem Verbund libell-e.de angeschlossen. Ein digitaler Zusammenschluss aus kirchlichen Büchereien, auch Onleihe genannt. In diesem sind aus der Region auch die St. Ludgerus Bücherei Weseke sowie die Bücherei St. Heinrich aus Groß-Reken vertreten.Jeden Monat werden hier neue digitale Inhalte eingestellt. Im Dezember rund 10.000 E-Books, E-Audios und E-Magazine.


Nutzer brauchen lediglich eine gültige Büchereiausweisnummer, um sich in der Onleihe einzuloggen. Unabhängig von Öffnungszeiten können Freunde der E-Medien nach Lesefutter, Hörbüchern und digitalen Zeitungsangeboten schauen. 

„Libell-e funktioniert ähnlich wie eine analoge Bibliothek: Ein Titel kann immer nur von einem Nutzer ausgeliehen werden. Besitzt die Bibliothek von einem Titel mehrere Exemplare, so können diese von genauso vielen Nutzern gleichzeitig ausgeliehen werden. Ein entliehenes E-Medium kann man sich vormerken lassen“, sagt Maria Möllmann der St. Georg Bücherei in Heiden.

„Die Onleihe wird sehr gut angenommen“, sagt Kristin Baumeister, die das digitale Angebot der Bücherei in Heiden mit aufbaut. Sie weiß, was im Trend liegt: Bei Kindern beliebt sind Tonieboxen. Vier davon sind in der Bücherei Heiden verleihbar. Mit 44 Toniefiguren. Eltern jüngerer Kinder sagen sie vielleicht schon etwas, älteren Generationen sei gesagt: Tonieboxen sind eine Art moderner Kassettenrekorder. Ein digitales Abspielgerät. In der Handhabe einfach bedienbar: Die Figur – von Räuber Hotzenplotz bis Bibi Blocksberg – wird einfach auf die Box gestellt und spielt dann ihre Geschichte ab. Das Hörspiel startet.

Sehr beliebt sind laut Kristin Baumeister auch Tiptoi-Bücher:Bilderbücher mit „Kreativstift“. Diesen können die Kinder auf Pfeiltasten und andere Zeichen tippen – so wird das  Geschichtenerzählen audiovisuell. Auch analoge Bücher erfreuen sich einer hohen Beliebtheit. Letzten Endes gibt es Verfechter für beide
Seiten: „Digitale Medien
und Präsenzmedien – beide haben ihre Berechtigung. Beide sind wichtig,“, betont Maria Möllmann.
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