Region zwischen Tradition und Zukunft

Windkraftanlagen wie in Heiden, sind ein Zeichen der vielseitigen Wirtschaftsstruktur.
 
Es entstanden Gewerbegebiete mit innovativen Unternehmen.
Kreis Borken (pd/dd). Zwei Jahrhunderte Borkener Kreisgeschichte stehen für eine Vielzahl verschiedener Gesichter und Geschichten aus dieser Region. Der siebte Teil der Serie zum Kreis-Jubiläum versteht sich als aktuelles Kreisportrait.

Fröhliche Kinder in Kindergärten oder Schulen, friedlich grasende Kühe in der Nähe großer Windräder, pulsierende Gewerbegebiete in Stadtrandlagen und viel beachtete kulturelle Veranstaltungen. Wer mit dem Auto, besser noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder am besten mit der Fietse auf dem mehrere tausend Kilometer umfassenden Radwegenetz den Westmünsterland-Kreis Borken erkundet, dem bietet sich ein facettenreiches Bild. Jung ist der Kreis, trotz seiner 200-jährigen Geschichte. Jung, weil gut ein Fünftel der über 365.000 Einwohner unter 18 Jahre alt ist. Grün ist der Kreis zudem, vor allem deshalb, weil die münsterländische Parklandschaft die Region prägt. Doch auch, weil inzwischen durch Biogas, Windkraft oder Photovoltaik fast die Hälfte des Gesamtstromverbrauchs im Kreisgebiet aus erneuerbaren Energien selbst produziert wird - ein NRW-weiter Spitzenwert!

Dass der Westmünsterland-Kreis seit seiner Neubildung 1975 die einstigen stolzen Altkreise Ahaus und Borken sowie die selbstbewusste zuvor kreisfreie Stadt Bocholt vereint, scheint angesichts dieser Entwicklungen längst vergessen. Der Kreis verbindet dadurch Tradition und Zukunft, verzeichnet bislang eine außerordentlich positive Bevölkerungsentwicklung und verfügt über eine durch Vielseitigkeit gestärkte Wirtschaftsstruktur. Nach dem vollzogenen Strukturwandel bietet sich im Kreisgebiet ein Branchenmix aus dynamisch gewachsenen, in der Regel familiengeführten mittelständischen Unternehmen und neuen Schwerpunkten wie etwa IT-Wirtschaft oder die regenerative Energieerzeugung. Was sich auch direkt auf die Arbeitslosenquote im Bezirk der Arbeitsagentur Borken-Coesfeld auswirkt: Sie liegt seit Jahren sehr deutlich unter dem NRW-Landesdurchschnitt.

Für qualifizierten betrieblichen Nachwuchs sorgt dabei ein außerordentlich differenziertes Aus- und Weiterbildungssystem, das insbesondere von den Berufskollegs im Kreisgebiet geprägt ist. Überörtliche Einrichtungen wie die Berufsbildungsstätte Westmünsterland oder die Technische Akademie Ahaus bieten in Kooperation mit der Wirtschaft vielfältige Qualifizierungsmöglichkeiten. Daneben erfährt seit Jahren die Westfälische Hochschule in Bocholt große Resonanz, ebenso die auf die betriebliche Fort- und Weiterbildung ausgerichtete Handwerksakademie auf Schloss Raesfeld.

Es lebt sich gut im Kreis - und das immer besser. Als ländlich geprägte Region nimmt die Versorgung mit superschnellen Datenautobahnen bundesweit eine Spitzenstellung ein. Getreu der münsterländischen Devise „Wir packen’s selbst an“ findet sich überall ein Zusammenwirken unterschiedlichster gesellschaftlicher, wirtschaftlicher oder kultureller Netzwerke. Die kommunale Familie – 17 Städte und Gemeinden sowie der Kreis – ist intakt und die Kontakte über die 108 km lange, längst offene Grenze zu den Niederlanden sind eng. Dass sich vieles im Westmünsterland-Kreis Borken bewegt, dafür steht auch das Strukturprogramm „Regionale 2016“. Viele zukunftsweisende, für andere Landesteile beispielgebende Projekte können in diesem Rahmen verwirklicht werden. Dazu wird sicherlich das neue kulturhistorische Zentrum „kult“ in Vreden zählen, dessen Einweihung für Dezember 2016 geplant ist.

Mit seiner 200-jährigen Geschichte ist der Westmünsterland-Kreis Borken nicht nur ein lebens- und liebenswertes Stück NRW, sondern, wie es der Titel der Regionale widerspiegelt, auch „ZukunftsLAND“.

Nähere Infos zur Geschichte des Kreises Borken unter www.kreis-borken.de/archiv.
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