Sammelaktion für Menschen im Kongo: Alte Handys sind Gold wert

Angela Hoves, Remgius-Bücherei, Propst Christoph Rensing und Edmund Huvers vom Pfarreirat stellten die Aktion vor.
Borken (pd/dd). Die Propsteigemeinde St. Remigius startet eine Handysammelaktion. Mit dem Erlös soll Menschen in der Krisenregion Kongo geholfen werden.

Es ist sozusagen ein riesiger Goldschatz mit einem Wert von mehreren Milliarden Euro, der in ausgedienten Handys schlummert, denn diese funktionieren nur mit wertvollen Mineralien wie Gold und Coltan. Alleine in Deutschland verstauben rund 100 Millionen alte Mobiltelefone. Daher ruft das Katholische Hilfswerk missio zur Mitmachaktion „Woche der Gold-Handys“ vom 1. bis zum 7. September auf.

Gemeinsam mit Propst Christoph Rensing stellten Edmund Huvers vom Pfarreirat und Angela Hoves von der Remigiusbücherei die Aktion jetzt vor. Sammelboxen für die Handys sind im Borkener Kapitelshaus, Propsteibüro und in der Remigiusbücherei aufgestellt.

Der Termin für die Handyaktion wurde ganz gezielt gewählt, findet doch zu diesem Zeitpunkt die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin statt, wo die neuesten Elektronik-Produkte präsentiert werden. Diese Gelegenheit will missio nutzen, um bei Aktionen in zahlreichen deutschen Städten zum Handy-Recyceln aufzurufen.

Wer sein nicht mehr genutztes Smartphone für missio spendet, hilft doppelt. Denn die in den Althandys enthaltenen Rohstoffe werden recycelt und für jedes eingeschickte Handy kommt ein Euro der Aktion Schutzengel von missio zugute. Mit diesem Geld werden im Kongo Überlebende des Bürgerkrieges unterstützt. Eine Ursache des blutigen Konflikts sind die wertvollen Mineralien wie Gold und Coltan, die die Rebellen illegal außer Landes bringen, um ihren Krieg zu finanzieren. missio fördert dort den Aufbau von Trauma-Zentren und engagiert sich mit der Aktion Schutzengel für Handys ohne Konfliktmineralien. Seit 2009 wurden in der Erzdiözese Bukavu im Osten der DR Kongo 18 Traumazentren eingerichtet. Diese bieten unter anderem psychosoziale Betreuung für Gewaltopfer, insbesondere für Frauen, die sexuelle Gewalt erlitten haben.
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