Vier Medizinstudentinnen „unterwegs“ im Kreis Borken

Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (hinten li.) sowie Projektleiterin Regina Kasteleiner (hinten Mitte) und Kreisgesundheitsamt-Leiterin Annette Scherwinski (hinten re.) mit den vier Medizinstudentinnen (vorne v. li.) Charlotte Dudszus, Theresa Temminghoff, Christine Elizen und Victoria Müller
Kreis Borken. Der Ärztemangel in ländlichen Regionen ist ein sehr aktuelles und viel diskutiertes Thema in Politik und Gesellschaft. Um dem im Kreis Borken entgegenzuwirken, geht der "Praxismonat Allgemeinmedizin" in die nächste und damit bereits zwölfte Runde: Nach der großen Resonanz in den vergangenen Durchgängen sind nun vier Medizin-Studentinnen dem Aufruf gefolgt, sich vier Wochen lang über die Vorzüge des Westmünsterlandes als möglichen künftigen Wohn-, Ausbildungs- oder Arbeitsort unterrichten zu lassen. Der Praxismonat ist Bestandteil der kreisweiten Kampagne "Hand aufs Herz – Ärztinnen und Ärzte in den Kreis Borken".

Die jetzigen Teilnehmerinnen kommen aus Bremen und ganz Nordrhein-Westfalen. "Eine von ihnen ist im Kreis Borken aufgewachsen, die drei anderen hatten bislang keinen Bezug zu unserem Gebiet", berichtete Regina Kasteleiner. Dabei sind Charlotte Dudszus (23 Jahre) aus Lippstadt, die an der Universität Bonn studiert, sowie Christine Elizen (32 Jahre) aus Bremen von der Universität Homburg. Für den Praxismonat in den Kreis Borken kommen zudem Victoria Müller (22 Jahre) aus Waldbröl, sie absolviert ihr Studium an der Universität Münster, und Theresa Temminghoff (23 Jahre) aus Ahaus von der Universität Duisburg-Essen.  

Einsatzorte der jungen Frauen sind hausärztliche Praxen in Ahaus und Gronau und das St. Antonius-Hospital in Gronau. Darüber hinaus bietet die Initiative viele attraktive fachliche Zusatzangebote: Beispielsweise nehmen die Nachwuchsmedizinerinnen an einem Naht- und Knotenkurs im St. Marien-Krankenhaus Ahaus und an einem Seminar zu den Grundlagen der Elektrokardiographie im Krankenhaus Maria Hilf in Stadtlohn teil. Zudem können sie einen Kurs zum praktischen Arbeiten am "DaVinci"-Simulator im "european robotic institut" am Antonius-Hospital in Gronau besuchen. Außerdem werden die Studentinnen einen Tag im Lukas-Krankenhaus in Gronau Einblicke in die Psychiatrie erhalten. Die Kombination aus fachlich fundierter Ausbildung und weiteren praktischen Einheiten in diesem Famulaturangebot ist einmalig für die Medizinalausbildung.

Ein interessantes Rahmenprogramm gibt es für die angehenden Medizinerinnen zudem: Beispielsweise ist eine kulinarische "Nachtwächterführung" und gemeinsames Bowlen in Bocholt geplant. Auf diese Weise sollen sie auch ganz allgemein etwas über die Vorzüge des Westmünsterlandes erfahren. 
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