Zeitzeugen gesucht für „Die 70er Jahre in Westfalen“

Ein Disc Jockey aus den 70er Jahren Foto : Christoph Preker
Gronau (pd/azi). Unter dem Titel „Die 70er Jahre in Westfalen – Demos, Discos, Denkanstöße“ plant das rock’n’popmuseum Gronau in Kooperation mit dem LWL-Museumsamt für Westfalen eine gemeinsame Wanderausstellung mit Bildern aus der Fotosammlung Christoph Preker. Um die damalige Zeit auch emotional zu erfassen sind nun Menschen, ihre Geschichten und Gegenstände der 70er Jahre gesucht.

Es ist das Jahrzehnt der neuen sozialen Bewegungen wie der Frauenbewegung, der soziokulturellen Zentren und der Open-Air-Konzerte. Umwelt- und Friedensbewegung machten durch Großdemonstrationen von sich reden. Die Demokratisierung der Gesellschaft nahm in den 1970er Jahren ihren Lauf. Willy Brandt hatte in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Schlagworte dieser Zeit sind Ausbau der Hochschulen, BaföG, Reform des § 218, Radikalenerlass und Berufsverbote, Einführung von Gesamtschulen, Terroristenjagd und Deutscher Herbst, RAF und Institutionen-Feindlichkeit, Grenzen des Wachstums und Ölkrise. Die Innenstädte werden immer mehr zu modernen Verwaltungsstandorten; bezahlbarer Wohnraum wird rar; es kommt zu Hausbesetzungen und Bürgerinitiativen. Ebenso sind die 1970er Jahre für Ihre schrille Mode bekannt.

Christoph Preker (1945-1996) war ein leidenschaftlicher Fotograf aus Münster, der bis zum Schluss unbeeindruckt von der bunten Bilderwelt der Hochglanzmagazine am Schwarz-Weiß-Film festhielt. Viele Jahre galt er als Münsters bekanntester Theaterfotograf, fotografierte bei Proben und Premieren. Zwischen 1970 und 1996 dokumentierte er mit seiner Kamera nicht nur das akademische Leben in Münster zwischen Demos, Hausbesetzungen oder Rektorwahl, sondern sein Interesse galt daneben auch der Musik und dem Alltagsleben.

Zeitzeugen, die Auskunft über die erwähnten Themen geben können und auch Original-Exponate als Leihgabe von Privat zur Verfügung stellen mögen, können sich bei den Ausstellungskuratoren melden. Ansprechpartner dafür sind Doktor Thomas Mania, rock’n’popmuseum Gronau, Telefon 02562/ 8184-13,E-Mail:thomas.mania@rock-popmuseum.de und Verena Burhenne, M.A., beim LWL-Museumsamt für Westfalen, Tel. 0251/591-4753 oder per- E-Mail: verena.burhenne@lwl.org.
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