Ahauser Schlosskonzert-Reihe startet am 30. September

 
Das Bartholdy Quintett ist auf Kammermusik spezialisiert – auch der des Namensgebers.
Ahaus (pd/dd). Warum soll man noch ins Konzert gehen, wenn Musik in breiter Auswahl, von den verschiedensten Interpreten kostenlos im Internet und damit an jedem Handy oder Computer verfügbar ist? Diese Frage wirft Norbert van der Linde, künstlerischer Leiter der Ahauser Schlosskonzerte im Vorwort zum neuen Programm der Reihe auf. Und die Antwort folgt prompt: „Das Live-Erlebnis insbesondere in einem so schönen Raum wie dem Ahauser Fürstensaal ist einfach gegen nichts aufzuwiegen, nicht für den Hörer und auch nicht für die Musiker“, betont er.

Für besondere Live-Erlebnisse stehen auch in der anstehenden Saison die Ahauser Schlosskonzerte. Der Kreis Borken und die Stadt Ahaus laden zu sechs hochkarätigen und vielseitigen Konzerten ein. Allesamt finden sie im Fürstensaal von Schloss Ahaus statt. Beginn ist jeweils sonntags um 19.30 Uhr.

Zum Auftakt der neuen Saison am Sonntag, 30. September, um 19.30 Uhr ist der Geiger Laurent Albrecht Breuninger im Trio mit Thomas Duis (Klavier) und Amanda Kleinbart (Horn) in Ahaus zu Gast. Er bestreitet das Eröffnungskonzert. Das Waldhorn gehörte zu den Lieblingsinstrumenten von Johannes Brahms – auf eines seiner Werke darf sich das Ahauser Publikum freuen.

Eine gute Mischung aus Bekanntem und Unbekanntem gibt es am 11. November: Dann spielt das Bartholdy Quintett im Ahauser Schloss. Die langjährige kammermusikalische Erfahrung der einzelnen Mitglieder und ihre gemeinsame kontinuierliche Arbeit ermöglichen besonders virtuose und homogene Interpretationen. Natürlich fehlt dann im Programm der Streicherinnen und Streicher auch ein Stück des Namensgebers nicht.

Eine Orgel im Fürstensaal? Dieses Novum und die damit verbundene neue Klangfarbe bringt das Konzert mit „Concert Royal“ aus Köln am 9. Dezember mit sich. Das Ensemble widmet sich insbesondere Bläsermusik unbekannter Komponisten des 18. Jahrhunderts, kombiniert mit den „großen“ Namen des Barock.

Populär wurde das Saxophon durch den Jazz, inzwischen hat es auch zunehmend Einzug in die Kammermusik gehalten. Das Ebonit Saxophonquartett, das im ersten Konzert des neuen Jahres, am 27. Januar, zu hören ist, ragt dabei nicht nur deshalb besonders heraus, weil es viele Wettbewerbe in diesem Genre gewinnen konnte, sondern weil das Ensemble der Kammermusikwelt zudem durch ein kreatives Programm und eindrucksvolle Interpretationen eine ganz persönliche Note verleiht.

Das Streichtrio gilt als besonders heikle Kammermusikgattung, führt van der Linde im Programm aus. Denn: Die drei Spieler haben alle Hände voll zu tun, um die Vollstimmigkeit eines Quartettsatzes zu suggerieren. Das gelingt dem Orion Streichtrio in besonderer Weise. Davon überzeugen können sich die Zuhörerinnen und Zuhörer am 24. Februar – und manche werden sich bestimmt an Soyoung Yoon erinnern – eine der „phänomenalsten Geigerinnen, die jemals in Ahaus aufgetreten sind“, schwärmt der künstlerische Leiter.

Zum Abschluss der Reihe am 24. März füllt das Gewandhaus Brass Quintett den Fürstensaal mit ungebremster Spielfreude und musikalischem Drive: Das Repertoire der fünf hochprämierten Blasmusiker reicht von Barockstücken über moderne Kompositionen bis hin zum Jazz.

Saison-Abonnement-Karten gibt es zwischen 70 und 90 Euro. Der Preis für Einzelkarten liegt bei 17,50 Euro und 15 Euro. Schüler und Studenten zahlen jeweils die Hälfte. Abo-Bestellungen nimmt der Kreis Borken, Fachabteilung Kultur im kult Westmünsterland, Kirchplatz 14, 48691 Vreden, E-Mail: t.wigger@kreis-borken.de entgegen.

Das komplette Programm der Reihe liegt beim Kreis Borken und der Stadt Ahaus sowie in den Touristikbüros und den Filialen der Sparkasse Westmünsterland in der Region Ahaus aus. Auf Wunsch können die Programmhefte auch zugeschickt werden. Weitere Infos: www.tourismus-kreis-borken.de/veranstaltungen.
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