Ausflugstipps für 18 Museen

Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Foto: Thomas M.Müller/pixelio.de
 
Im LWL-Museum für Naturkunde dreht sich alles um die anatomische Vielfalt und die enormen Leistungen des Gehirns.
Westfalen (lwl/hie). Die neue „LWL-Museumstour“ führt in die Welt der Geheimnisse, Fälschungen und Täuschungen ein. Das Heft gibt einen Überblick über Ausstellungen und Veranstaltungshöhepunkte in den 18 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und kann kostenlos im Internet unter www.lwl-kultur.de bestellt werden. Unter dem Motto „Fakt o-der Fake“ sind verschiedene Ausstellungen zusammengefasst, die sich mit Irrtümern der unter-schiedlichsten Art befassen.

Nicht nur berühmte Wissenschaftler haben sich schon einmal bei ihren Forschungen geirrt. Es ist auch verblüffend, wie schnell man Menschen davon überzeugen kann, dass es einmal Einhörner gegeben hat. Die LWL Museen präsentieren „Irrtümer & Fälschungen der Archäologie“ im LWL-Museum für Archäologie in Herne, „Alles nur geklaut?“ im LWL-Industriemuseum auf der Zeche Zollern in Dortmund und „Verschwörungstheorien“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, Stiftung Kloster Dalheim in Lichtenau-Dalheim im Kreis Paderborn.

„In Zeiten von Fake News, Industriespionage, Plagiaten, „Whistle-Blowing“ und einem zunehmend gläsernen Menschen sind unsere Ausstellungen aktuell. Es lohnt sich 2018 genau hinzu-schauen – ob spektakuläre Einblicke in das Gehirn oder unvergessliche Ausblicke von der Besucherplattform des Kaiser-Wilhelm-Denkmals – der LWL bietet für jeden Geschmack das Richtige“, sagt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Bei der Entstehung von Irrtümern spielt das Gehirn eine entscheidende Rolle. Das LWL-Museum für Naturkunde präsentiert auf 1.200 Quadratmetern die anatomische Vielfalt und die enormen Leistungen dieses komplexen Organs. 71 Präparate in der Galerie der Gehirne von zum Beispiel Pavian, Tiger, Emu oder Flunder stehen im Vergleich miteinander. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass bei der Denkleistung nicht unbedingt die Größe entscheidet. Eine besondere Attraktion ist der Roboter, von dem sich die Besucher durch die Ausstellung führen lassen können. Sie werden überrascht von künstlicher Intelligenz, handwerklich begabten Tiere, kreativen Maschinen und sogar lernfähigen Pflanzen.

Eine ganz andere Welt eröffnet sich im LWL-Freilichtmuseum Detmold im Kreis Lippe. Spießerglück trifft hier auf die Zeit der ersten Mondlandung oder den Beginn des Farbfernsehens. Den einen sind die 1960er Jahre als Jahrzehnt gesellschaftlichen Aufbruchs und allgemeiner Modernisierung im Gedächtnis. Den anderen war wichtig, dass ihre etablierten Lebensentwürfe erhalten blieben. Sie setzten auf ihr angestammtes Beharrungsvermögen.

Als neuesten Höhepunkt bietet sich das LWL-Besucherzentrum im Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta-Westfalica an, bei dem die Besucher einmalige Ein- und Ausblicke erwarten.

Alle Ausstellungen und Veranstaltungshöhepunkte der aktuellen Saison der 18 LWL-Museen finden sich in der Museumstour kompakt zusammengestellt. Interessierte können die Museumstour kostenlos im Internet unter www.lwl-kultur.de als Heft bestellen oder direkt herunterladen. Außerdem steht die „LWL-Museumstour“ für blinde oder sehbehinderte Menschen als Hörtour zur Verfügung.

Wenn man sich keine der Ausstellungen und Veranstaltungsangebote der LWL-Museen entgehen lassen möchte, bietet sich die LWL-Museumscard für 35 Euro als Familienkarte oder für 25 Euro als Einzelkarte an. Die Karte ermöglicht ein Jahr lang den Besuch aller Dauerausstellungen der LWL-Museen. In Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland können die Inhaber der LWL-Museumscard auch die LVR-Museen kostenlos besuchen.

Die Museumscard gibt es auch im BZ-Ticketcenter, Goldstraße 2, in Borken, 02861/944110.
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