Ausstellungen 2017

  Bedbug-Hau (pd/azi). Überraschendes, Altbekanntes und Neuentdecktes wird im kommenden Jahr im Museum Schloss Moyland in insgesamt acht Ausstellungen zu sehen sein.

Los geht es am 19. Februar (bis zum 18. Juni) in der Ausstellungshalle mit „Liebling Moyland“. Die eigene Sammlung aus anderen Perspektiven betrachten und dabei subjektive Kriterien der Auswahl zu Wort kommen lassen – darum geht es. Rund 80 aktive und ehemalige MitarbeiterInnen des Museums sind der Einladung der Museumsdirektorin gefolgt

und haben sich ihr Lieblingswerk aus der Sammlung ausgesucht. Zu jedem „Liebling“ gehört eine persönliche Geschichte, die erzählt, welche Beweggründe

zur Auswahl des jeweiligen Werkes geführt haben.

Um die Lieblingsstücke dieser Künstler geht es (eine Auswahl): René Acht, Joseph Beuys, James Lee Byars, Heinrich Campendonk, Jo Gijsen, Gotthard Graubner, Johann Peter Heek, Erwin Heerich, Tadashi Kawamata, Jacobus Kloppenburg, Käthe Kollwitz, Gerhard Marcks, Lori Nix, Gábor Ösz, Willem den Ouden, Blinky Palermo, André Thomkins und Wolf Vostell.


The Mäkipää – Early Harvest lautet der Titel einer Ausstellung, in der von 9. Juli bis bis 19. November in Ausstellungshalle und Park, die Arbeiten der finnischen Künstlerin Tea Mäkipää (*1973) gezeigt werden. Gleichzeitig setzt das Museum seine Reihe mit KünstlerInnen fort, die sich kritisch mit den globalen Auswirkungen des menschlichen Handelns auf die Umwelt beschäftigen. Die Ausstellung wird, neben Fotos, Videos und Installation in der Ausstellungshalle auch zwei große Installationen im Außenbereich umfassen.

Im Schlossgebäude sind bis 17. September 109 Zeichnungen des Krefelder Künstlers Jochen Stücke (*1962) aus seinem Album „Moyländer Episoden“ zu sehen.

Unter dem Titel KUNST. BEWEGT. 10 werden im Museum Schloss Moyland neue Werke der Sammlung gezeigt. Diese Ausstellung ist bis zum 20. August 2017 zu erleben. Zum Hintergrund: Die Stiftung Museum Schloss Moyland konnte – trotz eines geringen Ankaufsetats – in den letzten Jahren gezielt Kunstwerke für ihre Sammlung und Archivalien für ihr Joseph Beuys Archiv erwerben. So konnte die Kunstsammlung unter anderem mit Werken von Katharina Sieverding, Lori Nix, Horst Keining, Paul Schwer und Horst Egon Kalinowski bereichert werden. Als bedeutender Zugewinn im Beuys Archiv ist der Nachlass der Fotografin Ute Klophaus zu nennen.

Ab 2. April werden im Obergeschoss, der so genannten Beuys-Etage, in sieben Ausstellungsräumen kontinuierlich Werke von Joseph Beuys aus der Museumssammlung sowie Archivalien aus dem Joseph Beuys Archiv in wechselnden Präsentationen gezeigt. Flankiert wird diese Ausstellung ab April 2017 von zwei neuen Informationsräumen zu Joseph Beuys. Dort werden in acht Kapiteln mit Kurztexten und Fotografien Stationen aus Leben, Werk und Wirken von Beuys vorgestellt. Für Kinder gibt es das neu entstandene Hörstück „Joseph Beuys und der Hase“

KUNST. BEWEGT. 11 beginnt am 2. April und geht bis bis zum 24. September im Obergeschoss in der Beuys-Etage:

Unter dem Eindruck von Fluxus, einer internationalen künstlerischen Bewegung,

die Elemente von Theater- und Musikaufführungen mit Formen der Objektkunst und der Collage verbindet, schrieb Joseph Beuys in den 1960er

Jahren eine Reihe von „Stücken“. Es sind listenartige Texte, die formal zwischen

Gedicht und Performance-Konzept angesiedelt sind.

Das „1 Sekunden Stück“ ist eine Liste mit dreißig Werken von Joseph Beuys aus den Jahren 1948 bis 1963. Überschrieben ist die Liste mit einer Art Regieanweisung: „Innerhalb einer Sekunde treten gemeinsam auf und agieren zusammen“. Die Ausstellung zum „1 Sekunden Stück“ nimmt diese Anweisung beim Wort, indem sie die von Beuys selbst vorgenommene Auswahl weitgehend vollständig präsentiert. In KUNST. BEWEGT. 12 ab 17. September bis April 2018 sind im Erdgeschoss die Werke der vom Niederrhein stammende Künstlerin Barbara Schröder zu sehen. Für sie ist die Kartoffel eine Metapher für die Beziehung des Menschen zur Natur. Ihre Serie 365 – Geschichten vom Niederrhein ist eine Hommage an die Kartoffel. Insgesamt 365 Werke identischen Formats (18 x 24 cm) sowie Fotografien, Gemälde und Zeichnungen bilden eine große, über mehrere Räume sich erstreckende Installation.


Joseph Beuys – Vielfalt der Materialien lautet der Untertitel von der Ausstellung KUNST. BEWEGT. 12. Sie geht vom 17. September bis April 2018. Joseph Beuys hat, wie kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts, das Verständnis von plastischem Gestalten auf unterschiedlichste Materialien erweitert. Charakteristisch sind Materialien wie Fett und Filz für die Plastische Theorie von Beuys, mit der er die traditionelle Vorstellung eines statischen Kunstwerkes überwunden hat.
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