Demos, Discos, Denkanstöße

Großdemos gehörten in den 1970er Jahren zum Alltag.
Westfalen (pd/dd). Unter dem Titel „Demos, Discos, Denkanstöße – die 70er in Westfalen“ hat das rock‘n‘ popmuseum Gronau in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Wanderausstellung zusammengestellt. Das Institut für Stadtgeschichte in Recklinghausen zeigt diese Ausstellung noch bis zum 23. November, danach wandert die Schau durch weitere sieben westfälische Museen. Im Zentrum der Ausstellung stehen Fotografien aus der Sammlung Christoph Preker. Um die damalige Zeit auch emotional zu erfassen, erzählen Menschen ihre Geschichten und stellen Objekte aus der Zeit 1970er zur Verfügung. „Das alles sorgt für eine besondere Authentizität dieser regionalen Betrachtung eines national bewegenden Jahrzehnts“, so Verena Burhenne vom LWL-Museumsamt für Westfalen. Die Demokratisierung der Gesellschaft nahm in den 1970er Jahren ihren Lauf. Willy Brandt hatte in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Und so begann das Jahrzehnt der neuen sozialen Bewegungen wie der Frauenbewegung, der soziokulturellen Zentren und der Open-Air-Konzerte. Umwelt- und Friedensbewegung machten durch Großdemos von sich reden und alternative Zeitungen und Magazine boomten. Die Überwindung verkrusteter Strukturen fand nicht nur in Metropolen statt. Kinderläden, Jugendzentren, die Gleichberechtigung und anderes mehr sind heute ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Lebensalltags, mussten damals allerdings noch Schritt für Schritt erarbeitet werden.

Im rock’n’popmuseum, Gronauist die Schau vom 2. Dezember bis 7. April 2019 zu sehen.
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