Grabung an der Birnbaumallee

Bis Ende August wird an der Birnbaumalle gegraben.
Ramsdorf (pd/dd). Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben im Vorfeld von Bauarbeiten im Neubaugebiet an der Birnbaumallee Reste von Häusern aus dem Mittelalter entdeckt. Auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern standen hier einst drei Holzbauten, die zu einem bäuerlichen Gehöft gehörten.

Nachdem der Oberboden mit einem Bagger abgetragen wurde zeichneten sich die ehemaligen Pfosten der Häuser als dunkle Verfärbungen im Boden ab. So konnten die LWL-Archäologen die Grundrisse rekonstruieren. Das größte Haus war 22,5 Meter lang. Bislang können die Ausgräber noch nicht sicher sagen, aus welcher Zeit die Häuser stammen. Momentan sind die Häuser nämlich noch nicht vollständig ausgegraben. Die Archäologen hoffen noch auf weitere Funde, die eine genauere Datierung ermöglichen. „Aufgrund typischer Merkmale der Bauweise können wir aber schon zwei Häuser grob datieren“, erläutert Grabungsleiter Stephan Deiters. „Ein Gebäude stammt aus dem 8. oder 9. Jahrhundert, ein anderes aus dem 9. bis 12. Jahrhundert.“

Bei diesen sogenannten Pfostenbauten werden die tragenden Holzpfosten tief in den Boden eingegraben. Dadurch verrotten sie schnell, sodass die Lebensdauer dieser Häuser auf wenige Jahrzehnte begrenzt ist. Wenn das alte Haus marode wurde, war also ein Neubau erforderlich. Dieser wurde meistens in der Nähe errichtet. Die Archäologen des LWL vermuten daher, dass sich in der Umgebung noch weitere Hausreste im Boden befinden. „Die drei Häuser, die wir bislang entdeckt haben, sind wahrscheinlich verschiedene Generationen eines Gehöfts“, so Deiters.

Die Archäologen erwarten, in den nächsten Wochen noch weitere Erkenntnisse zum mittelalterliche Gehöft. Die Ausgrabung wird Ende August abgeschlossen sein.
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