„Grenzgeschichten“: KonsumKompass

Plaggenstechen im Zwillbrocker Venn im Jahr 1936.
Kreis Borken (pd/dd). Seit inzwischen mehr als einem Monat hat das kult am Kirchplatz in Vreden für Besucherinnen und Besucher geöffnet und die Dauerausstellung zum Thema „Grenze“ verzeichnet bereits großes Publikumsinteresse. Nun hat mit „Mein grünes Land. Kulturlandschaften des Westmünsterlandes im Aufbruch“ auch die erste Wechselausstellung in dem neuen Kulturzentrum ihre Türen für das Publikum geöffnet. Die von Dr. Ulrike Gilhaus, Leiterin des LWL-Museumsamtes für Westfalen, konzipierte Wanderausstellung „Mein grünes Land“ dokumentiert, wie sich das Gesicht der Region in den letzten 150 Jahren verändert hat. Seit Mai 2016 „tourt“ diese Ausstellung durch das Münsterland, das kult ist jetzt ihre Abschlussstation. Bis zum 15. Oktober besteht dort noch die Chance, sie in Augenschein zu nehmen. Insbesondere porträtiert sie die natur- und kulturräumlichen Veränderungen. Das Bild vom Münsterland als „das grüne Land“ mit Wiesen, Weiden, Äckern, kleinen Waldbeständen und Wallhecken, die die Einzelhöfe umgeben, beherrscht bis heute das Selbstbild der Region. Doch der Wandel ist nicht zu leugnen. Siedlungen und Gewerbegebiete fressen sich immer mehr in die „Park-Landschaft“, die Städte fransen an ihren Rändern aus. Weideflächen sind zu Ackerland umgebrochen, nur selten sieht man Vieh. Maisflächen, Schweinezucht, Biogasanlagen und Windräder dominieren das Bild.

„Mein grünes Land“ wirft einen kritischen Blick auf die Veränderungen, zeigt Schwierigkeiten, aber auch Chancen. „Dabei wird deutlich“, so Dr. Annette Menke, die im kult die Ausstellung betreut, „den Garten Eden gab es im Münsterland auch in ‚der guten alten Zeit‘ nicht.“ Immer hätten Menschen ihre Umwelt genutzt, nicht selten auch zerstört. Die Moore seien nur ein Beispiel von vielen. „Die Eingriffe von damals sind inzwischen die Herausforderungen von heute“, so Dr. Menke. Die Wanderausstellung repräsentiert also die Vielfalt im Gebiet der „Regionale 2016“. Dass sich die erste Wechselausstellung im kult mit dieser Thematik befasst, ist kein Zufall, schließlich ist das kult selbst ein Projekt der Regionale.

Nach dem Ende von „Mein grünes Land“ wird vom 10. November 2017 an die Wanderausstellung „KonsumKompass“ im kult zu sehen sein. Diese von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt konzipierte Ausstellung befasst sich mit Fragen des nachhaltigen Konsums. Die ersten eigenen Sonderausstellungen des kult folgen dann im Jahr 2018.

Die Öffnungszeiten der Ausstellungen sind immer dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, die Öffnungszeiten von Archiv und Bibliothek sind immer dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.kult-westmuensterland.de.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.